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Meldung vom 15.02.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Nächste Premiere an der Bayerischen Staatsoper: "Rigoletto"

Dirigent Maurizio Benini leitet das Werk in der Inszenierung von Barbara Wysocka

Am Samstag, dem 7. März 2026, findet die Premiere der vierten Neuproduktion der Spielzeit 2025/26, Giuseppe Verdis Rigoletto, im Nationaltheater statt. Die Regisseurin Barbara Wysocka inszeniert zum zweiten Mal an der Bayerischen Staatsoper. Die Musikalische Leitung liegt bei Maurizio Benini, der bereits 2014 am Pult des Bayerischen Staatsorchesters zu erleben war. Igor Golovatenko übernimmt die Titelpartie, Serena Sáenz gibt ihr Rollendebüt in der Partie der Gilda. Bekhzod Davronov als Il Duca di Mantova, Riccardo Fassi als Sparafucile und Elmina Hasan als Maddalena kehren an die Bayerische Staatsoper zurück.

Souverän als Skrupelloser Machtmensch

Ein Souverän darf alles. Seine ganze Umgebung ist von ihm abhängig, niemand ist berechtigt, ihm zu widersprechen, alle müssen seine Launen ertragen. Nur einer kann ihm den Spiegel vorhalten, hat sogar die Pflicht, den Herrscher zu kritisieren: der Hofnarr. Doch was geschieht, wenn dieser Narr seine wichtigste Aufgabe vernachlässigt und sich in den Dienst der moralischen Auswüchse stellt, die der Tyrann vorlebt? Der französische Dramatiker Victor Hugo hat diese Ausgangslage in seinem Schauspiel Le Roi s’amuse durchexerziert, mit einem skrupellosen Lustmenschen als König und einem Narren, dessen seelische Deformation sich in einer körperlichen Verkrümmung manifestiert hat. Giuseppe Verdi hielt diesen Stoff für „grandios, gewaltig, und er enthält eine Rolle, die eine der größten Schöpfungen ist, deren sich das Theater aller Länder und aller Zeiten rühmt“. Und er schrieb auf diesen Stoff eine Oper: Rigoletto wurde 1851 in Venedig uraufgeführt, als erstes der drei später als „Trilogia popolare“ bezeichneten Werke (neben La traviata und Il trovatore), mit denen Verdi seinen Weltruhm begründete.

Unsterbliche Melodien

Für diese Oper hat er einige seiner berühmtesten Melodien komponiert, allen voran die Arie des Herzogs über die vermeintlich flatterhaften Herzen der Frauen, „La donna è mobile“. Die virtuosen Arien Gildas reflektieren die Sehnsucht nach Liebe und überschäumendem Gefühlsausbruch, wie es wohl jeder junge Mensch vom Leben erwartet. Auf der anderen Seite verhalten sich die Menschen inhuman, missbrauchen einander und schaden sich gegenseitig, tun quasi der Natur durch ihr Verhalten Gewalt an – bis im Moment der Katastrophe die Macht der Natur durchdrängt wie in der dramatischen, musikalisch so innovativ gestalteten Gewitterszene. Das große Quartett im dritten Akt kontrastiert wie kaum je zuvor oder danach die auseinanderstrebenden Absichten von vier Protagonisten der Oper.

Der Dirigent und die Protagonisten

Der Dirigent Maurizio Benini wird von musikalischer Seite Verdis Seelenporträts vertiefen. Er ist ein weltweit vielgefragter Experte für die italienische Oper, dirigiert an den bedeutenden Opernhäusern von Italien, in Wien, Paris, London und New York. An der Bayerischen Staatsoper debütierte er 2014 mit einer Vorstellungsserie von Il turco in Italia. In der Titelpartie wird Igor Golovatenko zu erleben sein. Die junge Sopranistin Serena Sáenz, die in München bereits als Titelheldin von Lucia di Lammermoor und La Fille du régiment auftrat, wird erstmals die Partie der Gilda singen. Den Herzog von Mantua interpretiert Bekhzod Davronov; der Tenor gab sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper 2023 als Kuragin in der vielbeachteten Produktion von Krieg und Frieden (der Videomitschnitt dieser Inszenierung wurde kürzlich mit dem ICMA – International Classical Music Award – als Opernfilm des Jahres ausgezeichnet). Den Auftragsmörder Sparafucile verkörpert Riccardo Fassi, der in München 2024 als Raimonodo Bidebent in Barbara Wysockas Inszenierung von Lucia di Lammermoor debütierte; seine verführerische Schwester Maddalena interpretiert Elmina Hasan, die sich am Nationaltheater Müchen im vergangenen Jahr als Lola (Cavalleria rusticana / Pagliacci) vorstellte und im Januar 2026 die Fenena in Nabucco sang.

Giuseppe Verdi, Rigoletto

Libretto von Francesco Maria Piave nach Victor Hugos Schauspiel Le Roi s’amuse

In italienischer Sprache. Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache

Premiere: Samstag, 7. März 2026, 18.00 Uhr

Weitere Vorstellungen:

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