Er muss eine vielseitige, ja schillernde Gestalt gewesen sein mit einer bewegten Vita, der gebürtige Wiener Wilhelm Grosz (1894–1939): Schüler von so prominenten Namen wie Franz Schreker, Robert Fuchs oder Guido Adler, Pianist, Komponist, Dirigent, promovierter Musikwissenschaftler, Arrangeur und vieles mehr, nicht zuletzt künstlerischer Leiter einer Schallplattengesellschaft, nebenher Protagonist eines veritablen Skandals im Hause Arthur Schnitzler. Sein Lebensweg führte ihn Ende der 1920er Jahre nach Berlin, die Flucht vor den Nationalsozialisten dann 1934 nach London und schließlich 1939 auf Empfehlung Korngolds in die USA, wo er nur wenige Monate nach seiner Ankunft gerade einmal 45-jährig einem Herzinfarkt erlag.
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
»Orgelsound« in der Harmonie mit Christian Schmitt
Christian Schmitt ist mit seiner Reise-Orgel zu Gast beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn
Christian Schmitt, Foto: Uwe Arens
Beim 9. Abo-Konzert am 20. Mai 2026 ist Organist Christian Schmitt gemeinsam mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn (WKO) ab 19.30 Uhr in der Heilbronner Harmonie zu hören. Die musikalische Leitung des Abends übernimmt Sébastien Rouland Generalmusikdirektor des Saarländischen Staatstheaters. Auf dem Programm stehen Werke von Britten, Barber, Dvorák und Poulenc. Vor der Konzerteinführung um 18.50 Uhr stellt Intendantin Katrin Kirsch ab 18.30 Uhr im Theodor-Heuss-Saal das Konzertprogramm der Saison 2026/27 vor. [17.05.2026]
Die Spielzeit 2026/27 an der Deutschen Oper am Rhein
Steigende Gesamtauslastung in den beiden Spielstätten
Das Leitungsteam der Deutschen Oper am Rhein (v.l.n.r.): Raphaël Coumes-Marquet, Bridget Breiner, Alexandra Stampler-Brown, Marwin Wendt, Vitali Alekseenok. Foto: Anne Orthen
Mit dem 7. Haniel Klassik Open Air am Freitag, 11. September 2026, auf dem Opernplatz Duisburg und einem großen Theaterfest am Sonntag, 13. September 2026, im Opernhaus Düsseldorf beginnt die Spielzeit 2026/27 an der Deutschen Oper am Rhein. Sie lädt zu rund 260 Vorstellungen und 38 verschiedenen Opern- und Ballettproduktionen allein auf den beiden großen Bühnen im Opern haus Düsseldorf und im Theater Duisburg ein. Dreizehn Opernpremieren stehen für das Spektrum des Repertoires, in sieben weiteren Premieren entfaltet das Ballett am Rhein seine stilistische Vielseitigkeit. [17.05.2026]
Alte Musik trifft Tanz, Klangkunst, Performances uvm
Zamus early music festival
In der kommende Woche startet das zamus: early music festival – Paradise Lost (21.–30. Mai 2026) in Köln. An zehn Festivaltagen bringen über 200 Künstlerinnen und Künstler Alte Musik in ungewöhnlichen Kontexten zwischen historischer Aufführungspraxis, Performance, Tanz und Klangkunst an verschiedene Spielorte der Stadt. [17.05.2026]
Die aktuelle Auswertung des Ticketverkaufs im ersten Quartal 2026 zeigt eine klare Entwicklung: Die Oper Leipzig erreicht deutlich mehr Menschen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Sparte Oper steigerte ihren Zuspruch von 60 % auf 74 %, die Musikalische Komödie von 81 % auf 89 %. Das Leipziger Ballett verzeichnet mit nahezu vollständiger Auslastung (99%) nicht nur anhaltend großen Erfolg, sondern liegt auch deutlich über den Planwerten. Maßgeblich dazu beigetragen hat die Hommage an Uwe Scholz' Choreographie Mozart/Rachmaninow. Auch im Musiktheater zeigen ausverkaufte Vorstellungen wie Der fliegende Holländer in der Oper sowie der große Publikumserfolg der Musikalischen Komödie The Addams Family, dass das Interesse ungebrochen ist. [17.05.2026]
Erik Satie wurde als ältestes von vier Kindern des Versicherungsagenten Jules-Alfred Satie und seiner Frau Jane-Leslie Anton am 17. Mai 1866 in Honfleur geboren. Da seine Mutter aus einer schottischen Familie stammte, wurde Erik zweisprachig und nach anglikanischen Grundsätzen erzogen. Als er vier Jahre alt war, zog die Familie nach Paris, nach dem Tod der Mutter 1872 lebte er bei den Eltern seines Vaters in Honfleur. Seinen ersten Musikunterricht erhielt er vom dortigen Organisten und Chorleiter Gustave Vinot. Nach dem Tod der Großmutter 1878 zog Erik wieder zu seinem Vater nach Paris. Dessen zweite Ehefrau, eine Konzertpianistin und Komponistin, erkannte sein Talent und meldete ihn 1897 am Pariser Konservatorium an. Nach zweieinhalb Jahren brach Satie das Studium jedoch wieder ab. Ab 1884 begann er zu komponieren.
dass das berühmte Aspen Festival in Colorado (USA) 1949 aus Anlass des 200. Geburtstags von Goethe gegründet wurde? Es gehört heute mit mehr als 350 Veranstaltungen und einer Sommerakademie für junge Künstler zu den größten Festivals überhaupt.
„...“
Igor Strawinsky ist, wie ich glaube, der Messias, auf den wir seit Wagner gewartet haben und für den offensichtlich Mussorgsky und Debussy, Richard Strauss und Arnold Schönberg den Weg bereitet haben.