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Besprechung heute

Alesandro Scarlatti

Cantate da camera Vol. 2
Emmanuelle de Negri soprano | Philippe Grisvard harpsichord

Audax Records 1 CD ADX11217

Als Forscher hat Philippe Grisvard einige hundert Kantaten von Alessandro Scarlatti (1660-1725) erschlossen und ein paar Dutzend ediert, als Interpret legt er jetzt bei Audax den zweiten Teil eines langfristig angelegten Projekts vor, wobei ihm diesmal die Sopranistin Emmanuelle de Negri zur Seite steht. Und wieder gibt es schöne Entdeckungen zu machen. Das Programm beginnt mit einer der frühen pastoralen Kantaten, Notte cara, die wahrscheinlich Anfang der 1680er Jahre während Scarlattis erstem Aufenthalt in Rom entstanden ist. Den Text hat er wohl, wie auch späterhin oft, selbst verfasst. Das lyrische Ich, männlich, beklagt die Zurückweisung durch die geliebte Frau und fleht die Sonne an, unterzugehen, damit er im Traum die Erfüllung seines Glücks finden kann. Dieser Gedanke wird am Ende in einem bestrickenden Arioso zusammengefasst.

Emmanuelle Negri (Sopran) Philippe Grisvard (Cembalo)

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Aktuelle Meldungen

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Umbesetzungen an der Bayerischen Staatsoper

Vorstellungen von Macbeth, La Cenerentola und Rigoletto

In der Vorstellung von Verdis Macbeth an der Bayerischen Staatsoper am 5. Juli 2026 übernimmt Jonathan Tetelman die Partie des Macduff anstelle von SaekJong Baek. In den Vorstellungen von Rossinis La Cenerentola am 9. und 11. Juli 2026 übernimmt Narea Son die Partie der Clorinda anstelle von Erika Baikoff. In den Vorstellungen von Verdis Rigoletto am 28. und 31. Juli 2026 übernimmt Gheorghe Severin die Partie des Ceprano anstelle von Roman Chabaranok.
[05.07.2026]

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Konzertreihe "Philharmonie vor Ort" vom 6. - 11. Juli 2026

Die außergewöhnliche Konzertreihe der Philharmonie Essen

Vom 06. bis zum 11. Juli 2026 lädt die Philharmonie Essen zum wiederholten Mal zu musikalischen Begegnungen in Essen ein. Innerhalb dieser Woche wird ein junges Essener Trio in verschiedenen sozialen Einrichtungen auftreten. Im Vordergrund steht dabei die Idee, klassische Musik in höchster Qualität an Orten zu präsentieren, an denen Menschen ansonsten selten ein Live-Konzert erleben können. In dieser Woche ist es das Helvus Trio mit Laura Peinado Obrador (Horn), Vid Jelenc (Trompete) und Nain Reina (Posaune).
[05.07.2026]

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Siebter Deutscher Preis für Chordirigieren

Forum Dirigieren und RIAS Kammerchor Berlin laden dirigentischen Nachwuchs im Oktober 2026 nach Berlin

Der Wettbewerb um den Siebten Deutschen Preis für Chordirigieren wird vom 5. bis 10. Oktober 2026 in Berlin ausgetragen. Das Finalkonzert findet am Samstag, 10. Oktober 2026 um 19 Uhr in der St. Elisabeth-Kirche in Berlin statt. Drei Dirigenten, Stipendiaten des Forum Dirigieren des Deutschen Musikrats, sind eingeladen, ihr Können mit dem RIAS Kammerchor Berlin zu zeigen: Bobin Kim (Chorassistentin und Chorrepetitorin, Semperoper Dresden), Benedikt Kantert ( Künstlerischer Leiter, Universitätschöre TU-Dresden) und Nikolaus Schmeer (Dirigent, freiberuflich) erarbeiten mit dem Ensemble Chorrepertoire des 16. bis 20. Jahrhunderts und stellen es anschließend im Finalkonzert vor.
[05.07.2026]

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Stiftung Berliner Philharmoniker veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht

Der Bericht wird von nun an jährlich aktualisiert

Die Stiftung Berliner Philharmoniker veröffentlicht unter dem Titel „Zwischen Tradition und Transformation“ erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht. Er ist das Ergebnis eines strategischen Prozesses, der im Jahr 2021 mit der ersten Erhebung von spezifischen Klima- und Treibhausgas-Daten begonnen hat. Grundlage dafür sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, kurz SDGs).
[05.07.2026]

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Übrigens...

...?

Wussten Sie, ...

dass György Ligeti mit achtfachem piano ("pppppppp", Etudes for Piano, Band 1, Nr. 4) und achtfachem forte ("ffffffff", Etudes for Piano, Band 2, Nr. 13 und 14) den Rekord bei der Dynamik hält?

„...“

Es kann heutzutage kein Zweifel daran bestehen, daß der Künstler ein echtes Mandat der Gesellschaft erhält, etwas zu schaffen.... Das Mandat der Gesellschaft besteht darin, zu unterhalten und ist somit klar und unkompliziert. Aber das Mandat aus dem eigenen Wesen des Künstlers, seiner besonderen, angeborenen Begabung, ist, in die Tiefen der menschlischen Psyche einzudringen und die gewaltigen Bilder von Dingen hervorzubringen, die noch bevorstehen. Diese Bilder sind noch keine Kunst. Es bedarf schon der Arbeit eines ganzen Lebens, um aus ihnen Kunstwerke zu formen. Der einzige Lohn, den der Künstler dafür bekommen kann, ist die Freude am Schöpfen. Er schöpft, weil ohne Kunst - in diesem tiefen, ernsthafte Sinne - die Nation sterben würde. Sein Mandat ist zwangsläufig.

Michael Tippett

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