Otto Nicolai (1810-1849) gehört zu den One-Hit-Wonder-Komponisten der Klassik wie Max Bruch (Violinkonzert), Tomaso Albinoni (g-Moll-Adagio), Paul Dukas (Zauberlehrling) oder Joaquin Rodrogo (Concierto di Aranjuez). Nicolai kennt man als Komponist der Oper Die Lustigen Weiber von Windsor, vielleicht noch als Schöpfer einer Messe, mehr noch als Begründer der Wiener Philharmoniker, am wenigsten als Klavierkomponist. Einem Vollständigkeitsstreben folgend hat das verdienstvolle Label cpo hier auf einer Doppel-CD sämtliche Werke für Klavier versammelt.
Schnäppchen-Alarm: 3 komplette Quartettabende für eine Eintrittskarte
Das Finale der Streichquartette im 75. Internationalen Musikwettbewerb der ARD
Folgende Auswahl zu interpretierender Werke stand den drei Finalisten offen: je eines der sechs Streichquartette von Béla Bartók sowie der mittleren und späten Quartette Beethovens für die russischen Fürsten Rasumowsky (Op. 59) oder Galitzin (Opp. 127, 130 und 132) nebst Op. 131 oder eines der drei letzten Quartette Franz Schuberts. Da der Quartettsatz Schuberts bereits Pflichtprogramm im Semifinale war und man nur als Spitzenquartett gelten kann, wenn man auch die „großen Beethovens“ beherrscht, war es von vornherein klar, dass Letzterer das Rennen machen würde. Da alle drei Quartette komplett unterschiedliche Programme spielten, blieb dem Publikum der Worst Case mit dreimal demselben Beethoven und Bartók erspart. [13.09.2026]
Für das „große Finale“ hatten die Probanden die Auswahl zwischen dem sonst auch gern im Semifinale geforderten Mozart-Konzert und einem der beiden größer dimensionierten Konzerte von Carl Maria von Weber oder Johann Nepomuk Hummel. Letztere weisen beide einen Mozart-Bezug auf: Hummel war Schüler des Salzburgers, Weber bekanntermaßen ein Vetter von dessen Frau Constanze. [12.09.2026]
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Posthume UA von Sofia Gubaidulinas "Prolog"
Elena Firsova komplettierte nun die Komposition, die am 24. September uraufgeführt wird
Elena Firsova vollendete das letzte Werk "Prolog für Orchester" von Sofia Gubaidulina. Foto: Alissa Firsova
Der Prolog für Orchester ist ein bedeutendes Spätwerk der 2025 verstorbenen Komponistin Sofia Gubaidulina. An dem Auftrag der Orchester von Leipzig und Boston arbeitete sie wegen ihres angegriffenen Gesundheitszustands vor ihrem Tod nur mit großen Unterbrechungen und vollendete ihn nicht. Elena Firsova komplettierte nun die Komposition, die am 24. September uraufgeführt wird. Der 2020 begonnene Prolog für Orchester bezieht sich auf Sofia Gubaidulinas kurz zuvor entstandenes Orchesterwerk Der Zorn Gottes. Wie so oft im Schaffen der Komponistin fügen sich mehrere ihrer Werke zu einem Gesamtkomplex, der eine bestimmte Idee umkreist und sich auf ein gemeinsames Material bezieht. [14.09.2026]
Capella de la Torre: Monteverdis Marienvesper in drei Konzerten
Aufführungen in Nürnberg, Lübeck und Berlin
Capella de la Torre, Foto: Mathias Heyde
Das Ensemble Capella de la Torre widmet sich im September Claudio MonteverdisMarienvesper in drei Konzerten: am 16. September im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, am 19. September in der Marienkirche zu Lübeck und am 20. September in der St. Matthäus-Kirche am Berliner Kulturforum. Das Projekt wurde von Katharina Bäuml, künstlerische Leiterin von Capella de la Torre, initiiert und geprägt. In Nürnberg und Berlin übernimmt sie selbst die Leitung, in Lübeck dirigiert Ton Koopman. [14.09.2026]
Für fünf Euro ins Konzert - Geschenk an das Essener Publikum
Philharmonie-Stiftung der Sparkasse Essen ermöglicht Besuch des vorweihnachtlichen Konzerts mit Daniel Hope
Daniel Hope, Foto: Sven Lorenz
Die Philharmonie-Stiftung der Sparkasse Essen setzt ihre erfolgreiche Tradition fort und lädt alle Bürger der Stadt erneut zu einem besonderen Konzerterlebnis ein. Beim diesjährigen Stadtgeschenk ist der international gefeierte Geiger Daniel Hope am Samstag, 19. Dezember 2026, um 16:00 Uhr in der Philharmonie Essen zu erleben. Die Karten für diesen Konzertnachmittag sind ab dem 15. September 2026 ab 10:00 Uhr gegen eine Schutzgebühr von € 5,00 über die Seite www.sparkasse-essen.de/stadtgeschenk erhältlich. Der Erlös kommt dem Education-Programm der Philharmonie Essen zugute, das mit vielfältigen Angeboten Kinder, Jugendliche und Familien begeistert. [14.09.2026]
Lisa Batiashvili zu Gast bei der Dresdner Philharmonie
Konzerte in Dresden und beim Beethovenfest Bonn
Lisa Batiashvili, Foto: Chris Singer
Mit zwei unterschiedlichen Programmen ist Lisa Batiashvili im September zu Gast bei der Dresdner Philharmonie. Am 18. September bringt sie im Kulturpalast ihr Projekt „City Lights“ auf die Bühne, am 27. September interpretiert sie Jean Sibelius’ Violinkonzert. Dazwischen reist die Dresdner Philharmonie für zwei Gastspiele zum Beethovenfest Bonn: Am 20. September erklingt dort „City Lights“, am 25. September das Programm mit Sibelius, Kancheli und Mendelssohn. Batiashvili ist in diesem Jahr Residenzkünstlerin des Beethovenfestes. [14.09.2026]
Es hat bisweilen etwas Floskelhaftes, die hohe Leistungsdichte im Teilnehmerfeld beim ARD-Musikwettbewerb zu beschwören. Aber beim Schlagzeug-Semifinale des diesjährigen Wettbewerbs hatte man als Außenstehender auf jeden Fall das Gefühl, dass hier ausnahmslos starke Persönlichkeiten um den Einzug in die letzte Runde spielten. Auch deshalb stellte sich überhaupt keine Langeweile ein, wenn man insgesamt sechsmal Béla BártoksSonate für 2 Klaviere und Schlagzeug von 1937 im Arrangement von Martin Grubinger sen. erlebte. [11.09.2026]
Das Semifinale der letzten sechs im Rennen verbliebenen Streichquartette umfasst beim ARD-Wettbewerb grundsätzlich zwei gut dreistündige Konzerte. Neben der Auftragskomposition Impermanence von Camille Pépin waren der Quartettsatz c-Moll, D 703 von Franz Schubert und eines der mittlerweile 6 Streichquartette von Pēteris Vasks zu gestalten. [11.09.2026]
Alle drei Orgel-Finalisten mussten im Herkulessaal der Münchner Residenz das Orgelkonzert g-Moll für Orgel, Streicher und Pauke von Francis Poulenc spielen. Partner dabei war das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das unter der Leitung von Bar Avni, die mit ebenso einfühlsamen wie elegant-suggestiven Gesten dirigierte und alle drei Finalisten gleich engagiert begleitete. [10.09.2026]
Das Semifinale erwies sich für die sechs Preis-Kombattanten als echter Härtetest hinsichtlich Konzentration und Ansatz. Diesmal galt es, die gestrenge Jury mit zwei Konzerten und der Auftragskomposition Settling von Nina Ŝenk zu überzeugen. Bezüglich der Konzerte von Antonio Vivaldi bestand die Auswahlmöglichkeit aus einer Liste von 10 Werken. Hinzu kam das 1979 vollendete Konzert für Fagott und 11 Streichinstrumente von Jean Françaix. [09.09.2026]
Der deutsche Dirigent Fritz Busch zählt zu den bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Er wurde am 13. März 1890 in Siegen als Sohn eines Geigenbauers geboren. Er hatte vier Brüder und zwei Schwestern, die allesamt Musiker und Künstler waren. Der bekannteste unter ihnen ist sicherlich der Geiger Adolf Busch. Fritz Busch studierte am Kölner Konservatorium bei dem Dirigenten und Komponisten Fritz Steinbach. Bereits mit 19 Jahren startete er seine Dirigentenkarriere als Kapellmeister in Riga und sammelte berufliche Erfahrungen auf weiteren Stationen in Bad Pyrmont, Gotha und schließlich von 1912 bis 1918 als Musikdirektor beim Sinfonieorchester Aachen. Von 1918 bis 1922 war er Generalmusikdirektor beim Staatsorchester Stuttgart, bevor er die Nachfolge von Fritz Reiner als Chefdirigent der Semperoper Dresden antrat. Er wurde bekannt für seine exemplarischen Inszenierungen.
dass der Tenor Helge Roswaenge (1897-1972) neben seiner Autobiographie "Lache, Bajazzo" auch einen "Leitfaden für Gesangsbeflissene" veröffentlicht hat?
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Licht senden in die Tiefe des menschlichen Herzens – des Künstlers Beruf!