Als Interpret und Ensembleleiter wie auch als Produzent hat sich Florian Heyerick um die Musik von Christoph Graupner (1683-1760) außerordentlich verdient gemacht: Der belgische Künstler hat einen maßgeblichen Anteil an der fälligen Wiederbelebung, die dem beachtlichen Schaffen dieses Komponisten seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zuteil geworden ist. Als Generationsgenosse von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann (mit dem ihn überdies eine enge Freundschaft verband) gehört Graupner zu den Meistern der deutschen Musik des Spätbarocks, die trotz der Qualität ihres Schaffens bald nach ihrem Tod völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind.
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Amazônia - Musik, Fotografie und ein Vermächtnis für den Regenwald
Dresdner Philharmonie präsentiert einzigartiges Konzertprojekt zum Weltumwelttag
Simone Menezers, Foto: Daniela Cerasoli
Die Dresdner Philharmonie widmet sich am 5. Juni 2026 im Kulturpalast einem außergewöhnlichen Kunstprojekt zwischen Musik, Fotografie und Umweltengagement. Amazônia verbindet die monumentalen Fotografien des kürzlich verstorbenen brasilianischen Starfotografen Sebastião Salgado mit Musik von Heitor Villa-Lobos und Philip Glass. Im Mittelpunkt steht der Amazonas-Regenwald, eines der größten und zugleich bedrohtesten Ökosysteme der Erde. Salgado, der im Mai 2025 verstorben ist und als einer der bedeutendsten Fotografen seiner Zeit galt, dokumentierte über neun Jahre hinweg die Landschaften, Tiere und indigenen Gemeinschaften Amazoniens. Seine großformatigen Schwarzweiß-Aufnahmen machten weltweit auf die Schönheit, aber auch auf die dramatische Gefährdung des Regenwaldes aufmerksam. [28.05.2026]
Musikfestival crescendo26: 30. Mai bis 13. Juni 2026
Zwei Festivalwochen mit mehr als 20 Konzerten
Michael Sanderling leitet das Eröffnungskonzert des Musifestivals crescendo26. Foto: Marco Borggreve
Mit dem Start des Musikfestivals crescendo26 am Samstag, 30. Mai, öffnet die Universität der Künste Berlin erneut ihre Pforten und lädt ein zu zwei Wochen hochkarätiger musikalischer Erlebnisse. Studierende, Lehrende und internationale Gäste gestalten bei crescendo bis zum 13. Juni gemeinsam mehr als 20 Konzerte und demonstrieren die exzellente und vielseitige musikalische Ausbildung an der UdK Berlin. Unter dem Motto „GegenTöne“ lässt sich erleben, wie Musik Widerstand leisten und Brücken bauen kann. [28.05.2026]
Die Spielzeit 2026/27 der Griechischen Nationaloper
Neuproduktionen zwischen griechischer Tradition, Monteverdi und Strawinsky
William Kentridge, Foto: Graham Carlow
Ein Gastspiel mit dem Titel „Nikos Kazantzakis: An Odyssey in Music“ in der New Yorker Carnegie Hall, eine Hommage an die griechische Dichterin Marianina Kriezi und Monteverdis L'Orfeo in der Regie von William Kentridge, koproduziert mit Glyndebourne und der New Yorker Metropolitan Opera: In dieser Kombination zeigt sich das Profil der Griechischen Nationaloper (GNO). Internationales Repertoire neben griechischen Eigenproduktionen, die sonst nirgends entstehen würden. Die Spielzeit 2026/27 umfasst sechs Neuproduktionen und ein Gastspiel des GNO-Orchesters in der Carnegie Hall. Dazu kommen sechs Wiederaufnahmen, darunter Robert Wilsons Otello, Tosca und das Familienstück Die Nachtigall des Kaisers von Lena Platonos. [28.05.2026]
Die Basel Sinfonietta verlängert den Vertrag mit dem Dirigenten bis 2031
Basel Sinfonietta, Foto: Marc Doradzillo
Nach drei äußerst erfolgreichen Saisons mit Titus Engel als Principal Conductor gibt die Basel Sinfonietta die Verlängerung seines Vertrages bekannt. Titus Engel bleibt Principal Conductor der Basel Sinfonietta bis zum Ende der Saison 2030/31. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2023 hat Titus Engel das Orchester künstlerisch massgeblich geprägt und zu großen Erfolgen geführt. Dazu gehören gefeierte Gastspiele in renommierten Häusern und bei bedeutenden Festivals für Neue Musik – wie in der Elbphilharmonie Hamburg, bei den Wittener Tagen für Neue Kammermusik oder dem Festival NOW! in der Philharmonie Essen. [28.05.2026]
Am 28. Mai 2026 vor 190 Jahren verstarb der böhmische Komponist, Musikpädagoge und Flötist Anton Reicha. Er wurde am 26. Februar 1770 in Prag geboren. Sein Vater, der ebenfalls Musik war, starb zehn Monate nach Antons Geburt. Ausgebildet wurde Reicha von seinem Onkel Joseph Reicha, der Cellist und Kapellmeister der Oettingen-Wallersteiner Hofkapelle war. 1785 zog Anton Reicha nach Bonn, als sein Onkel dort Kapellmeister der Kurfürstlichen Hofkapelle wurde. In diesem Orchester spielte Anton Reicha als zweiter Flötist zusammen mit Ludwig van Beethoven, der Bratsche spielte. Die beiden verband eine lang andauernde Freundschaft.
dass die Partitur in Ligetis "Atmospheres" an einer Stelle 77 Systeme umfaßt?
„...“
Die wahre Musik ist diejenige, die jeder summen oder spielen kann, indem er glaubt, er habe sie selbst gemacht, oder in der er, wenn er sie hört, den Ausdruck seines eigensten, ganz einfach menschlichen Gefühls wiederfindet.