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Interpreten: Aktuelle Infos

Rafael Frühbeck de Burgos 10. Todestag

span. Dirigent


Der Dirigent Rafael Frühbeck de Burgos ist am 11. Juni 2014 nach zweimonatiger, schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren verstorben. Erst vor kurzem gab er seinen endgültigen Abschied vom Konzertpodium bekannt. 1933 in Burgos geboren, studierte er an den Konservatorien von Bilbao und Madrid und an der Musikhochschule in München. Von 1962 bis 1978 leitete er das Spanische Nationalorchester Madrid und war danach Generalmusikdirektor und Chefdirigent in Düsseldorf, Montreal, bei den Wiener Symphonikern, beim RSB und an der Deutschen Oper Berlin. Rafael Frühbeck de Burgos dirigierte das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin 1991 zum ersten Mal und stand von 1994 bis 2000 als Künstlerischer Leiter an dessen Spitze. Er pflegte mit dem RSB das sinfonische Hauptrepertoire und setzte sich nachdrücklich für die Popularisierung der spanischen Musik ein. Eine Japantournee im Herbst 2000 beschloss die Zusammenarbeit mit einem Höhepunkt. Seitdem hat Rafael Frühbeck de Burgos das RSB wiederholt als Gast dirigiert, zuletzt in Berlin am 19. Februar 2012. Ein Dirigat am 12. April 2014 kam wegen der fortgeschrittenen Erkrankung nicht mehr zustande.

Die besten Besprechungen mit Rafael Frühbeck de Burgos

»Rafael Frühbeck de Burgos: Biographie und Einspielungen«

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Maria Cebotari 75. Todestag

rumän. Opernsängerin, Sopran


Vor 75 Jahren, am 9. Juni 1949, starb die rumänische Opernsängerin Maria Cebotari in Wien. Sie wurde nur neununddreißig Jahre alt. Sie sang an der Seite berühmter Sänger ihrer Zeit wie dem dänischen Tenor Helge Rosvaenge, dem Bariton Willi Domgraf-Fassbaender und Heinrich Schlusnus und feierte in Berlin, Dresden und Wien große Erfolge als Interpretin der großen Frauenrollen in den Opern von Mozart, Strauss, Verdi und Puccini. Geboren wurde sie am 10. Februar 1910 in Chișinău (Bessarabien, Russisches Kaiserreich). Ihre musikalische Grundausbildung erhielt sie am Konservatorium ihrer Geburtsstadt. Der Schauspieler Graf Alexander Wyrubow engagierte sie an das Moskauer Künstlertheater. Sie heiratete ihn und kam mit ihm 1928 nach Paris. 1929 ging sie zum Gesangsstudium nach Berlin und debütierte 1931 an der Staatsoper Dresden als Mimi in Puccinis La Bohème. Noch im selben Jahr verpflichtete Bruno Walter sie für die Salzburger Festspiele. In Dresden sang sie auch die Titelrolle bei der Uraufführung der Oper Die schweigsame Frau von Richard Strauss. 1934 wurde sie zur Kammersängerin ernannt. 1936 wechselte Maria Cebotari nach Berlin und schließlich 1946 an die Wiener Staatsoper. 1948 trat sie zum letzten Mal bei den Salzburger Festspielen auf. 1933 wirkte sie erstmals in einem Film mit (Mädchen in Weiß), neun weitere Filme folgten, u.a. an der Seite von Benjamino Gigli. Noch kurz vor ihrem Tod wechselte sie ins hochdramatische Fach mit Rollen wie Turandot (Puccini) und Salome (Strauss). Sie starb an einem Leberkrebsleiden und hinterließ zwei Kinder aus zweiter Ehe mit dem Schauspieler Gustav Diessl. Nach ihrem Tod adoptierte das Künstlerehepaar Clifford Curzon und Lucille Wallace-Curzon die Kinder. In Dresden, Wien und Salzburg ist jeweils eine Straße nach Maria Cebotari benannt. Ihr Wirken ist auf Preiser Records, Koch-Schwann, Odeon und Orfeo dokumentiert.

Die besten Besprechungen mit Maria Cebotari

»Maria Cebotari: Biographie und Einspielungen«

Emanuel Ax 75. Geburtstag

US-amer. Pianist


Auf eine erfolgreiche Karriere kann der US-amerikanische Pianist Emanuel Ax zurückblicken. Er wurde vor 75 Jahren am 6. Juni 1949 im polnischen Lwów (Lemberg) geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von sechs Jahren von seinem Vater. 1959 wanderten seine Eltern mit ihm nach Kanada (Winnipeg) aus und ließen sich schließlich zwei Jahre später in den USA nieder. Emanuel studierte an der Juilliard School of Music in New York. 1972 war er Finalist beim Concours Reine Elisabeth, 1974 gewann er den ersten Preis beim Arthur-Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv – der Startschuss für seine internationale Karriere. Im darauffolgenden Jahr erhielt er den Michaels Award of Young Concert Artist, 1979 wurde er mit dem Avery Fisher Prize ausgezeichnet. Er trat nicht nur als Solist mit den führenden Orchestern weltweit auf, sondern auch als Partner mit Yefim Bronfman, Yo-Yo Ma, Itzhak Perlman oder Dawn Upshaw. Seit 1987 war Ax Exklusivkünstler bei Sony Classical. Er erspielte sich mehrere Schallplattenpreise, u.a. 1995 und 2004 den Grammy Award für seine Einspielung von Haydn-Sonaten, 2013 erhielt er den Echo Klassik-Preis für die Solistische Einspielung des Jahres. Auch als Kammermusikpartner war Emanuel Ax sehr gefragt und hat häufig mit Künstlern wie Young Uck Kim, Cho-Liang Lin, Edgar Meyer, Peter Serkin, Jaime Laredo und Isaac Stern zusammengearbeitet. In den letzten Jahren hat er sich verstärkt für Komponisten des 20. Jahrhunderts eingesetzt und Werke von John Adams, Christopher Rouse, Krzysztof Penderecki, Bright Sheng und Melinda Wagner zur Uraufführung gebracht. Emanuel Ax ist seit 2007 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences und seit 2009 Mitglied der American Philosophical Society. Die Yale University und die Columbia University verliehen ihm jeweils die Ehrendoktorwürde.

Die besten Besprechungen mit Emanuel Ax

»Emanuel Ax: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im Juni

Uraufführungen im Juni

»Alle Porträts«

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