Der 25. Mai ist der Geburtstag der US-amerikanischen Opernsängerin Beverly Sills. In diesem Jahr (2019) wäre sie 90 Jahre alt geworden. Als Koloratursängerin war sie international nicht nur auf der Bühne sehr erfolgreich, sondern auch als Solistin durch zahlreiche Schallplattenaufnahmen berühmt (Decca, Deutsche Grammophon, Brilliant Classics). Ihre große Glanzzeit war in den 1960er und 1970er Jahren. Geboren wurde sie 1929 in New York. Schon früh zeigte sich ihre stimmliche Begabung. Bereits als Schülerin sang sie die Rolle der Micaela in Bizets Carmen. Sie nahm Gesangsunterricht und arbeitete nach dem Schulabschluss zunächst an amerikanischen Rundfunkanstalten. 1948 gab sie ihr Operndebüt als Carmen an der Civic Opera in Philadelphia. Weitere Stationen an großen Opernhäusern waren 1953 in San Francisco und 1955 an der New York City Opera. Dort bewältigte sie ein breit angelegtes Repertoire mit Opernpartien von Mozart, Donizetti, Rossini, Offenbach und Massenet. Ihr Europadebüt gab sie 1967 an der Wiener Staatsoper als Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte. 1969 folgte die Mailänder Scala. Ihr letztes großes Opernengagement trat sie 1974 an der Met an. 1980 beendete sie ihre aktive Karriere als Sängerin und übernahm für zehn Jahre die Leitung der New York City Opera. Während ihrer Amtszeit brachte sie zahlreiche Uraufführungen auf die Bühne und rief einen Wettbewerb für einaktige Opern ins Leben, bei dem die preisgekrönten Werke ebenfalls an ihrem Haus uraufgeführt wurden. 1998 wurde sie in die American Academy of Arts and Science gewählt. Zuvor war sie 1994 Vorsitzende des Lincoln Center und später 2002 Vorsitzende der Metropolitan Opera. Beverly Sills engagierte sich für die Behandlung von Kindern mit Geburtsdefekten. Ihre Tochter war mit einer schweren Hörbehinderung auf die Welt gekommen, ihren Sohn musste sie mit sechs Jahren in einem Heim für geistig behinderte Kindern unterbringen. Sie starb am 2. Juli 2007 in New York. RIP
»Beverley Sills: Biographie und Einspielungen«
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