Vor 230 Jahren, am 11. September 1786, wurde der deutsch-dänische Komponist Friedrich Daniel Rudolf Kuhlau in Uelzen geboren. Er war eine der zentralen Figuren des dänischen „Goldenen Zeitalters“ und machte sich mit der Schauspielmusik zum Drama Elverhøj (deutsch: Der Elfenhügel) in Dänemark unsterblich. Zu Lebzeiten war Kuhlau hauptsächlich als Konzertpianist und Opernkomponist bekannt. Als bewunderer Beethovens führte er viele seiner Werke in Kopenhagen auf. Er hinterließ mehr als 200 veröffentlichte Werke aller Genres, obwohl viele seiner bis dahin unveröffentlichten Werke durch einen Brand vernichtet wurden. Kuhlaus Vater, sein Großvater und sein Onkel waren Oboisten im Militärorchester. Im Alter von sieben Jahren verlor Kuhlau bei einem Sturz das rechte Auge. Die Familie war arm, dennoch ermöglichten es seine Eltern, Klavierstunden zu bezahlen. Er studierte dann Klavier in Hamburg, wo er auch 1804 sein Debüt als Pianist feierte. 1810 floh er nach Kopenhagen, um nicht in die napoleonische Armee eingezogen zu werden, 1813 wurde er dänischer Staatsbürger. Er erhielt zunächst eine Kammermusikusstelle als Flötist. Nach Aufführung seiner beiden ersten, mit großem Beifall aufgenommenen Opern Die Räuberburg (1814) und Elisa (1820) wurde er zum königlichen Hofkomponisten (Hofkompositeur) ernannt. Für die Komposition des Schauspiels Elverhøj (1828) erhielt er einen Professorentitel. Ein Teil der Ouvertüre ist auch die dänische Königshymne „Kong Christian stod ved højen mast“. Außer anderen Opern wie Lulu, Die Zauberharfe und Hugo und Adelheid, die nicht so erfolgreich waren, schrieb er Gesangskompositionen sowie Instrumental- und Klavierwerke, darunter viele instruktive, damals (Franz Schubert) wie heute noch als Unterrichtswerke geschätzte Sonaten. Gut ein Viertel seines Gesamtwerks ist der Flöte gewidmet. Schon zu Lebzeiten wurde er deshalb gern als „der Beethoven der Flöte“ bezeichnet. Kuhlau starb am 12. März 1832 in Lyngby bei Kopenhagen.
»Friedrich Kuhlau: Biographie und Einspielungen«
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