Hamburgische Staatsoper in der Spielzeit 2026/27
Innovative Inszenierungen, außergewöhnliche Konzertformate, partizipative Vermittlungsangebote
Die Hamburgische Staatsoper startet mit der Spielzeit 2026/27 in eine neue Phase programmatischer Erneuerung. Aufbauend auf dem Programm der vergangenen Saison setzt die Spielzeit 2026/27 unter dem Führungsquintett Tobias Kratzer, Lloyd Riggins, Nicolas Hartmann, Dr. Matthias Schloderer sowie Omer Meir Wellber auf innovative Inszenierungen, außergewöhnliche Konzertformate, partizipative Vermittlungsangebote und ein starkes Profil in Oper, Ballett und Orchester. Aufgrund der Sanierung des Orchestergrabens zieht die Staatsoper am Ende der Spielzeit für einige Wochen – vom 22. Mai bis 04. Juli 2027 – in die Zeltlandschaft der Kuppel Hamburg, die als spektakuläre Außenspielstätte den Rahmen für ein ebenso außergewöhnliches Programm bietet.
Höhepunkte der Saison
Staatsoper Hamburg: 9 Premieren, darunter Verdis Macbeth und Tschaikowskys Eugen Onegin, sowie 15 Repertoireproduktionen, die Spektakel und existenzielle Reflexion verbinden. Besondere Veranstaltungen: das Festival Opera and Animation, ein Wochenende des politischen Musiktheaters mit Rossinis Guillaume Tell und Henzes El Cimarrón in der opera stabile sowie die Familienoper Störtebeker in der Kuppel Hamburg.
Hamburg Ballett: 2 Premieren Neue Welten und Mittsu mit Werken von vier neuen Choreografen, sowie Wiederaufnahmen von John Neumeiers A Cinderella Story und einer adaptierten Neufassung von Ein Sommernachtstraum in der Kuppel Hamburg. Die 52. Hamburger Ballett-Tage bereits im Frühjahr vom 13. – 29. März 2027, mit der Matthäus-Passion und einem Gastspiel von WINNDance.
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg: Beethovenjahr 2027: ZeitenLos – Musik jenseits der Zeit mit zehn Philharmonischen Konzerten, der zweiten Ausgabe von Die Blaue Woche und besonderen Sonderkonzerten.
Junges Publikum und Stadtgesellschaft: Das Vermittlungsprogramm CLICK in ermöglicht spartenübergreifend partizipative Begegnungen mit Musiktheater für alle Altersgruppen.
Beethovenjahr 2027: ZeitenLos – Musik jenseits der Zeit
Unter Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber lädt das Philharmonische Staatsorchester Hamburg in der Spielzeit 2026/27 zu ZeitenLos ein. Anlässlich von Ludwig van Beethovens 200. Todestag rücken die Werke des epochalen Komponisten in den Fokus – mal in ungewöhnlicher Besetzung, mal im Kontext einer szenisch erzählten Geschichte oder in Form eines musikalischen Experiments, in dem Sätze verschiedener Sinfonien neu kombiniert werden. Beethoven wird so als Ganzes erfahrbar. Als Kraft, als Energie, als musikalisches Universum. In den Philharmonischen Konzerten erklingen außerdem beliebte oder neu zu entdeckende Kompositionen von Tschaikowsky, Say, Dvořák, Strauss, Prokofjew, Berg, Schostakowitsch, Chin, Mahler, Glass, Schönberg und Fagerlund.
Zitat Omer Meir Wellber:
„Für mich ist das Beethovenjahr 2027 weit mehr als ein Jubiläum – es ist eine zutiefst persönliche Verbindung zu einem Komponisten, der mich seit meiner Kindheit begleitet und nie aufgehört hat, mich herauszufordern. Gemeinsam mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg möchte ich in dieser Saison die Zeit aus den Angeln heben. Mit ZEITENLOS haben wir Beethovens Sinfonien aus ihrer Chronologie gelöst und seine Sätze neu verbunden – nach Farbe, Emotion, Harmonie und Inspiration. Vertrautes lässt sich so neu hören und entdecken. Die Idee durchzieht die gesamte Saison – in den Philharmonischen Konzerten, in Sofia Gubaidulinas Oratorium „Über Liebe und Hass“ beim Musikfest und in der BLAUEN WOCHE, die Gegensätze als lebendige Kräfte erfahrbar macht. Einen besonderen Akzent setzt die Rückkehr von Kent Nagano im 8. Philharmonischen Konzert.
15 Repertoireproduktionen
In der Spielzeit 2026/27 präsentiert die Staatsoper Hamburg insgesamt 15 Produktionen aus ihrem Repertoire. Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber übernimmt die musikalische Leitung von vier Schlüsselwerken: Mozarts Don Giovanni, Wagners Die Walküre in der Inszenierung von Claus Guth mit Nicky Spence als Siegmund, Bizets Carmen in der Regie von Herbert Fritsch mit dem amerikanischen Tenor Stephen Costello als Don José und dem international etablierten Bassbariton Erwin Schrott als Escamillo sowie Mozarts Le nozze di Figaro in der Inszenierung von Stefan Herheim.
Rossini, Donizetti, Glinka
Weitere Wiederaufnahmen sind unter anderem Donizettis Lucia di Lammermoor in der Inszenierung von Amélie Niermeyer, Rossinis Il turco in Italia unter der musikalischen Leitung von Francesco Lanzillotta in der Regie von Christof Loy mit Julie Fuchs als Donna Fiorilla. Aus der Saison 2025/26 gehen folgende Neuproduktionen ins Repertoire: Rossinis Il barbiere di Siviglia (Leitung: Böhm; Inszenierung: Gürbaca), Die große Stille (Leitung: Wellber; Inszenierung: Christopher Rüping) sowie Glinkas Ruslan und Ljudmila (Leitung: Azim Karimov; Inszenierung: Szemerédy/Parditka).
Mozart, Puccini, Verdi
Die international aufstrebende Dirigentin Keren Kagarlitsky übernimmt in dieser Saison Mozarts Die Entführung aus dem Serail in der Regie von David Bösch sowie Puccinis La Bohème. Zu den weiteren Höhepunkten zählen Verdis Un ballo in maschera mit Tenor-Star Michael Fabiano als Gustavo III. und der international aufstrebenden Saioa Hernández als Amelia, Cavalleria rusticana & Pagliacci unter der Leitung von Giampaolo Bisanti in der Inszenierung von Giancarlo del Monaco, Puccinis Madama Butterfly mit Stefano La Colla in der Partie des B. F. Pinkerton sowie Verdis La Traviata mit Yaritza Véliz als Violetta Valéry und Boris Pinkhasovich als Giorgio Germont.
Beginn Vorverkauf Spielzeit 2026/27: 01. Juni 2026. Weitere Infos zum Programm unter www.die-hamburgische-staatsoper.de/documents
