Paul Hindemith ist neben Carl Orff einer der namhaftesten deutschen Komponisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er wurde am 16.11.1895 in Hanau geboren und war mit 14 Jahren bereits Schüler des „Hochschen Konservatoriums“ in Frankfurt/M. Dort studierte er Komposition bei Bernhard Sekles und Arnold Mendelssohn. 1915 wurde er Konzertmeister des Frankfurter Opernhauses, von 1922-1929 war er Bratscher im Amar-Quartett. 1927 wurde er Kompositionslehrer an der Berliner Hochschule für Musik, musste diese Stellung 1937 aber aufgeben. Während dieser Zeit gründete und leitete er von 1921 bis 1926 die Donaueschinger Kammermusikfeste. 1938 übersiedelte er zunächst in die Schweiz und ging dann in die Vereinigten Staaten, wo er 1940-1953 an der Yale University in New Haven (Conn.) lehrte. Er hielt Vorlesungen und machte Konzertreisen. 1951 übernahm er eine Professur an der Universität Zürich und siedelte 1953 endgültig in die Schweiz über. Schon seit den frühen 20er Jahren galt er als einer der Bahnbrecher der Moderne. Seine Abkehr von der Dur-Moll-Tonalität führte ihn nicht zur Atonalität, vielmehr suchte er stets nach neuen Möglichkeiten der Neuordnung der zwölf chromatischen Töne und fand so zu einer expressiven, geordneten Tonsprache, die sich durch hohe handwerkliche Meisterschaft auszeichnete. Paul Hindemith starb am 28. Dezember 1963 in Frankfurt/M. Er hinterließ ein sehr umfangreiches Werk im Bereich der Oper (Cardillac, Mathis der Maler, Die Harmonie der Welt), der Orchestermusik (Sinfonie Mathis der Maler, Sinfonische Metamorphosen, Sinfonia serena, Sinfonie Die Harmonie der Welt, Pittsburgh Symphony u.a.), der Kammermusik (u.a. sechs Streichquartette), der Klaviermusik (Suite, Ludus tonalis), an Chorwerken (Das Unaufhörliche, Als Flieder jüngst mir im Garten blüht', Messe) und an Liedern.
»Paul Hindemith: Biographie und Einspielungen«
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