Vor 110 Jahren, am 17. September 1908, wurde in Berlin einer der populärsten deutschen Komponisten des 20. Jahrhunderts geboren, dessen Name mit der „leichten Muse“ in Verbindung gebracht wird: Franz Grothe. Er entstammte einer künstlerischen Familie: Sein Vaterwar Pianist, seine Mutter Konzertsängerin. Bereits mit fünf Jahren lernte er Violine spielen, mit sechs Jahren begann er mit dem Klavierspiel und mit zehn Jahren entstanden seine ersten Kompositionen – beste Voraussetzungen für sein späteres Musikstudium an der Musikhochschule Berlin. Nach Abschluss des Studiums arbeitete er 1926 beim Orchester Dajos Béla als Pianist und Arrangeur. Mit Liedkompositionen für den Tenor Richard Tauber wurde er schnell auch als Komponist bekannt und erfolgreich und reüssierte als Einundzwanzigjähriger auch als Filmkomponist für den Film Die Nacht gehört uns. 1931 gründete er seinen eigenen Musikverlag Edition Franz Grothe, den er allerdings zwei Jahre später wieder aufgeben musste. Er ging nach Wien, war ab 1936 für einige Zeit in Hollywood, um anschließend wieder nach Wien zurückzukehren. Von 1940 bis 1945 leitete er das Deutsche Rundfunk-Tanz- und Unterhaltungsorchester in Berlin und sorgte mit „Durchhalte-Songs“ wie Wir werden das Kind schon schaukeln und Wenn unser Berlin auch verdunkelt ist für positive Stimmung. Nach dem Krieg schrieb er die Musik zu einer Reihe von Filmen mit Ruth Leuwerik und Curt Goetz. Seinen größten internationalen Erfolg konnte er mit der Instrumentalkomposition Mitternachts-Blues (1956) verbuchen. Ab 1965 wurde das Fernsehen sein Metier. Bei der äußerst beliebten Unterhaltungssendung „Zum Blauen Bock“ hatte er bis zu seinem Tod 1982 die musikalische Leitung als Dirigent und verfasste zusammen mit Heinz Schenk über 400 Lieder. Insgesamt schrieb Franz Grothe zwischen 1929 und 1969 die Musik zu rund 170 Filmen, mehrere Operetten sowie die Musicals Moral (1974) und Das Wirtshaus im Spessart (1977). Bei einem Konzertauftritt in Köln am 10. September 1982 brach brach Franz Grothe zusammen und starb zwei Tage später an Herzversagen.
»Franz Grothe: Biographie und Einspielungen«
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