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CD • SACD • DVD-Audio • DVD Video

cpo

cpo

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Seit Beginn der 80er Jahre gibt es das Label cpo (classic production osnabrück) als Plattenfirma des Versandhandelshauses jpc. Von Anfang an hat sich cpo auf klingende Raritäten spezialisiert und sich damit Meriten erworben. Komponisten und Werke tauch(t)en aus der Tiefe der Geschichte und der Gegenwart auf, von denen einiges mittlerweile zum Begriff geworden ist: Allan Pettersson, Erich Wolfgang Korngold, Robert Volkmann, die einzige erhaltene Oper von Heinrich Ignaz Franz Biber und vieles mehr. Dabei ging es nicht nur um unbekannte Tonsetzer, sondern auch um vernachlässigte Werke bekannter Komponisten, etwa mit einer Gesamtaufnahme der Lieder von Hans Pfitzner, sämtlicher Lieder Carl Loewes, wie überhaupt ein gewisser Drang nach der Totalen zu erkennen ist. cpo bietet umfangreiche Werkschauen von Paul Hindemith, Ludwig Spohr, Johann Christian Bach, Darius Milhaud oder Hans Pfitzner.

Label-Highlights

Johann Kuhnau

Complete Sacred Works Vol. 8

cpo 555 460-2

1 CD • 71min • 2021

30.06.202210 10 10

Mit diesem achten Teil geht eine besonders verdienstvolle Edition barocker Kirchenmusik zuende: die des geistlichen Gesamtwerks von Johann Kuhnau (1660–1722), des Vorgängers von Johann Sebastian Bach als Leipziger Thomaskantor. Was für ein prestigeträchtiger Posten das war, zeigt sich allein schon an der Liste der berühmten Bewerber; Telemann und Graupner wären als Beispiele zu nennen, denn der Leipziger Rat hätte 1723 lieber einen dieser beiden in Kuhnaus Nachfolge berufen: „Da man nun die besten nicht bekommen könne, müsse man den mittleren nehmen...“ kommentierte Ratsherr Platz die Wahl Bachs im Protokollbuch. Telemann hatte in Leipzig studiert und dort mit der Gründung des Collegium Musicum ein Orchester ins Leben gerufen, dessen sich noch Bach bedienen sollte.

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Heinrich Schütz

Dafne
Musical Reconstruction: Roland Wilson

cpo 555 494-2

1 CD • 75min • 2021

27.06.202210 10 10

Es ist vermutlich der am leidvollsten vermisste Schatz der deutschen Barockmusik: Die Musik zur ersten Oper in deutscher Sprache – Dafne, geschrieben von Heinrich Schütz auf ein Libretto von Martin Opitz, einem der bedeutendsten Dichter der deutschen Barockliteratur. Opitz und Schütz waren fürwahr ein Künstlerpaar, das dieser neuen Königsgattung der szenischen Musik, geboren in Italien und von Claudio Monteverdi auf erste olympische Höhen geführt, auch nördlich der Alpen eine bedeutende Stellung hätte verschaffen können.

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Das ist meine Freude

Liebeslieder, Jubel- und Psalmgesang im 17. Jahrhundert

cpo 555 362-2

1 CD • 69min • 2020

23.06.20229 10 9

An mehr als 90 CDs hat der in der Barockmusik so erfahrene Tenor Georg Poplutz schon mitgewirkt. Dass er diese CD mit Liebesliedern, Jubel- und Psalmgesängen mit Freude eingesungen hat, wie er selber im Booklet schreibt, hört man. Es ist eine prallgefüllte Pralinenschachtel aus barocken Kostbarkeiten für eine hohe Stimme plus Begleitinstrumente geworden. Zwei von den insgesamt dreizehn Gesangsstücken sind länger, die Hälfte sind Ersteinspielungen – was den Repertoire-Wert dieser Aufnahme erhöht.

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Musik aus Schloss Wolfenbüttel VI

Michael Praetorius • Heinrich Schütz
Sacred Works in Parallel Settings

cpo 555 503-2

1 CD • 68min • 2021

20.06.20229 9 9

Heinrich Schütz kennt jeder Musikinteressierte, Michael Praetorius kennen die meisten nur von seinem Weihnachtslied-Satz „Es ist ein‘ Ros‘ entsprungen“, sonst vor allem die Kirchenmusiker. Deshalb ist es nicht nur eine hübsche, sondern auch äußerst reizvolle Idee, die beiden Großmeister der evangelischen Kirchenmusik im 17. Jahrhundert auf einer CD gegenüberzustellen, ja hier sogar in edlem Komponier-Wettstreit gegeneinander antreten zu lassen: Fünf Psalmvertonungen bzw. Geistliche Lieder erklingen wechselweise von Schütz und von Praetorius. Dabei kann Praetorius durchaus bestehen.

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Antonio Vivaldi

Le Quattro Stagioni per flauto di pan

cpo 555 461-2

1 CD • 52min • 2020

13.06.20229 9 9

Heute ist es kaum vorstellbar, dass Antonio Vivaldis Konzertzyklus von den Vier Jahreszeiten lange Zeit in der Versenkung verschwunden war. Was muss also heute getan werden, um diese inzwischen überaus populäre Musik in einer weiteren Einspielung in neuem Licht erstrahlen zu lassen? Andreea Chira nimmt sich des gleichermaßen eingängigen wie auch komplexen Zyklus aus barocken Solokonzerten an – und nutzt dafür eines der ältesten Instrumente der Menschheit, die Panflöte, deren Name auf die griechische Sage zurückgehrt und in vielen Kulturen der Welt verbreitet ist.

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Ferdinand Hiller

Piano Quartet op. 133 • Piano Quintet op. 156

cpo 555 312-2

1 CD • 77min • 2010

06.06.20229 9 10

Auch Ferdinand Hiller (1811-1885) gehört zu den zu Unrecht weitestgehend vergessenen Hochromantikern. Das mag durchaus an seiner bei Johann Nepomuk Hummel – somit als Enkelschüler Mozarts – klassizistischeren, strenger am Handwerk orientierte Ausbildung zu leichtem Komponieren mit hoher Produktivität liegen. Andererseits wurde er neben Brahms zum Antipoden der neudeutschen Schule aufgebaut, da er sich kritisch über die Sinfonischen Dichtungen seines Jahrgangsgenossen und Jugendfreundes Franz Liszt geäußert hatte, dessen kompositorisches Training wesentlich oberflächlicher ausgefallen war.

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Ferdinand Ries

String Quartets Vol. 4

cpo 777 306-2

1 CD • 67min • 2019

25.05.20229 9 9

Mit Vol. 4 der Streichquartette setzt cpo seine ungemein verdienstvolle Serie mit Kammermusikwerken von Ferdinand Ries im „originalen Klanggewand“ fort. Das Schuppanzigh Quartett musiziert auf dieser CD das späte Streichquartett op. 150,1 in a-Moll (um 1825) und wird beim früheren Quintett von 1809 von Raquel Massades an der zweiten Viola unterstützt. Beide Werke gehören stärker der auf äußere Wirkung und Virtuosität setzenden, konzertanten Fraktion der Kammermusik an und gefallen – trotz sehr individueller Formgebung – auf Anhieb.

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Georg Philipp Telemann

Johannis-Oratorium

cpo 555 271-2

1 CD • 79min • 2020

16.05.202210 10 10

Die Hamburger Kirchenbesucher müssen zu Telemanns Zeiten gerne auf den harten Kirchenbänken verweilt haben, um beim Gottesdienst ganze Oratorien zu hören. Die harten Kirchenbänke dürften ihnen aber gleichgültig geworden sein, wenn sie die beiden Oratorien gehört haben, die Michael Alexander Willens und seine Kölner Akademie hier eingespielt haben: Wieder ein programmatischer Glücksgriff und wieder eine absolut saubere, stimmige, dramatische und stilistisch perfekte Einspielung! Und wieder kann man sich nur wundern über Telemanns schier unerschöpfliche kompositorische Phantasie, über seinen Einfallsreichtum bei der Vertonung eines geistlichen Textes

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Matthias Weckmann

Eleven Sonatas for the Hamburg Collegium Musicum

cpo 555 217-2

1 CD • 58min • 2018

09.05.202210 10 10

Als Matthias Weckmann (1621–1674), Organist an der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi, starb, war die einhellige Meinung, dass mit seinem Dahinscheiden eine glanzvolle Epoche in der Musikgeschichte der Hansestadt zu Ende gegangen war. Die Zeitgenossen maßen Weckmann als Komponisten einen außerordentlich hohen Rang zu, verband er doch in seinem Schaffen die unterschiedlichsten Traditionen zu einer höchst eigenwilligen und zugleich expressiven Musiksprache. 1621 als Sohn eines Pfarrers im thüringischen Niederdorla geboren, trat er im Alter von zehn Jahren als Diskantist in die kursächsische Hofkapelle in Dresden ein, wo Heinrich Schütz als Hofkapellmeister wirkte, den Weckmann zeitlebens als seinen „väterlichen Freundt“ verehrte.

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Johann David Heinichen

Due Cantate al Sepolcro di nostro Signore

cpo 555 507-2

1 CD • 75min • 2021

02.05.202210 10 10

Diese CD hat alles, was das Zuhörerherz begehrt: ein Programm jenseits des Bach-Schütz-Händel-Mainstreams, ein Ensemble, das mit Kennertum und Herzblut agiert, hervorragende Solisten, die wissen, was sie singen – und noch dazu ein Klangbild, das vorbildlich ist hinsichtlich der Ausgewogenheit von Orchestern und Sängern und des natürlichen, nicht zu halligen Raumklangs. Johann David Heinichen (1683-1729), Bach-Zeitgenosse und kurfürstlich-sächsischer Hofkapellmeister, ist vor allem den Kirchenmusikern bekannt, wird aber langsam auch sonst immer bekannter.

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Georg Philipp Telemann

Pimpinone oder Die ungleiche Heirat

cpo 555 394-2

1 CD • 71min • 2020

25.04.202210 10 10

Es verwundert, dass von Georg Philipp Telemanns Commedia-dell‘-Arte-Adaption Pimpinone bisher nur wenige Aufnahmen existieren, handelt es sich doch um ein Bravour-Stück für zwei Gesangsvirtuosen mit Streicherbegleitung, das so eingängig wie komisch ist. Deshalb darf man für diese Neuaufnahme mit Marie-Sophie Pollak, Dominik Köninger und den Streichern der Akademie für Alte Musik Berlin mehr als dankbar sein. Dass Telemann hier mit „größter Lust“ bei der Sache war und zu Hochform auflief, erklärt sich auch aus dessen Biographie.

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Johann Kuhnau

Complete Sacred Works Vol. 7

cpo 555 399-2

1 CD • 74min • 2020

18.04.20229 9 10

Wer sich je mit der Geschichte der Claviermusik beschäftigt hat, dürfte auf den Namen Johann Kuhnau gestoßen sein, der als einer der Pioniere längerer Programmmusikwerke für seine „Biblischen Sonaten“ dort einen gewissen Ehrenplatz einnimmt. Kuhnau (1660-1722) war als Thomaskantor der direkte Amtsvorgänger J. S. Bachs. Gregor Meyer spielt mit seinen Ensembles Opella musica und camerata lipsiensis seit 2013 das gesamte erhaltene Vokalwerk des Komponisten ein und ist jetzt bei der siebenten und damit vorletzten Folge angelangt.

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Georg Caspar Schürmann

Jason

cpo 555 339-2

2 CD • 1h 49min • 2019

07.04.20229 10 9

Was die Musikwissenschaft bei Barock-Opern vornehm ein „Pasticcio“ nennt, ist vulgo einfach ein Flickwerk oder Mischmasch. Das stellt auch diese Oper mit dem Titel Jason oder Die Eroberung des Goldenen Vließes dar. Der Komponist Georg Caspar Schürmann (1672-1751) hat es für das Hamburger Gänsemarkttheater komponiert, dabei auch Arien aus anderen Opern anderer Komponisten verwendet. Das barockwerk hamburg hat seinerseits dieses Pasticcio bearbeitet und auf circa zwei Stunden gekürzt. So stehen jetzt deutsche und italienische Arien, Zwischenmusiken aus zwei anderen Schürmann-Opern und ein deutsch singendes komisches Paar, das am Schluss dann doch italienisch singt, nebeneinander.

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Wolfgang Carl Briegel

Zwölff Madrigalische Trost=Gesänge

cpo 555 449-2

1 CD • 62min • 2020

04.04.202210 9 10

Der Barockkomponist Wolfgang Carl Briegel (1626-1712) dürfte nicht vielen bekannt sein, obwohl er ein imponierendes Werk vorzuweisen hat, begründet auch durch seine lange Lebensdauer: er wurde 86 Jahre alt. Geboren im unterfränkischen Königsberg, bekam er seine Unterweisungen in Nürnberg, wurde dann Kapellmeister am herzoglichen Hof in Gotha und schließlich „Fürstlich Hessischer Kapellmeister“ zu Darmstadt. Die vorliegenden Zwölff Madrigalische(n) Trost-Gesänge schrieb Briegel zum Abschied von Gotha, sie sind in großer Dankbarkeit dem Herzog Ernst von Sachsen-Gotha gewidmet.

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Auguste Fauchard

Complete Organ Works

cpo 555 506-2

3 CD/SACD stereo • 3h 17min • 2014, 2021

07.03.202210 10 10

Wie viele Entdeckungen würden uns entgehen, wenn Musiker wie Friedhelm Flamme sich nicht in die Werke Unbekannter verliebten? Wir würden so die vier großen Sinfonien des Komponisten, Priesters und Orgelvirtuosen Auguste Fauchard (1881-1957) zu Unrecht übersehen. Sie sind technisch mindestens ebenso anspruchsvoll wie diejenigen seines Lehrers Louis Vierne, stehen dabei jedoch musikalisch eher den Werken Alexandre Guilmants, Charles-Marie Widors und in ihrer Vorliebe für von der Gregorianik inspirierte Modalität denen Eugène Gigouts nahe.

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Georg Philipp Telemann

Kantaten - Französischer Jahrgang Vol. 1

cpo 555 436-2

2 CD • 2h 24min • 2020, 2021

28.02.202210 9 10

Da soll nochmal einer kommen wie das „Musikalische Conversationslexikon“ von Mendel-Reissmann (1878) und Georg Philipp Telemann „steife conventionelle Manier“ oder „Unzulänglichkeit seiner musikalischen Begabung“ vorwerfen und seine Musik als „Fabrikwaare“ schmähen oder gar wie Robert Eitner 1884 schimpfen, Telemann „dudelt ein Stück wie das andere herunter“! Diese Doppel-CD mit Telemann-Kantaten aus dem Französischen Jahrgang 1714/1715 widerlegt solche Schmach-Urteile aufs glänzendste.

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Alessandro Scarlatti

Ten Toccatas and other works for Harpsichord

cpo 555 401-2

1 CD • 57min • 2019

23.02.202210 10 10

Betrachtet man die Würdigung, die Alessandro Scarlatti (1660-1725) und sein Sohn Domenico (1685-1757) heute genießen, gilt Vater Scarlatti als begnadeter Opernkomponist, Domenico verdankt seine Berühmtheit in erster Linie seiner Musik für Cembalo solo, von der er ein reiches Œuvre von mehr als 550 Kompositionen hinterlassen hat – Werke höchster Virtuosität, die zu den Juwelen der Claviermusik des 18. Jahrhunderts zählen.

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August Eberhard Müller

Flute Concertos 5, 7 & 8

cpo 555 403-2

1 CD • 76min • 2020

21.02.202210 10 10

Mit dem Nachnamen Müller bei der Zunft der Musikliebhaber zu reüssieren, dürfte schwer fallen. Trotzdem setzt Tatjana Ruhland ihre Einspielung der Flötenkonzerte von August Eberhard Müller (1767-1817) mit drei weiteren spannenden Werken fort. Sie sind beileibe nicht schlechter komponiert als die zwei eher leichtgewichtigen Mozart-Konzerte und stoßen in den beiden Moll-Stücken bereits das Tor zur Frühromantik auf.

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Franz Schubert

Sonatas for Violin & Fortepiano

cpo 555 153-2

1 CD • 71min • 2017

18.02.20229 10 9

Franz Schubert hat seine vier Violinsonaten im Alter von 19/20 Jahren geschrieben. Die Geigerin Lena Neudauer, in jungen Jahren schon Professorin an der Musikhochschule München, und der Fortepiano-Spezialist Wolfgang Brunner, der an der Anton-Bruckner-Universität Linz lehrt, stellen auf dieser CD den jungen Schubert nicht als die Form für diese Sonaten suchend, sondern als sie gekonnt und selbstbewusst beherrschend dar.

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Mieczysław Weinberg • Dmitri Shostakovich

Piano Trios • Songs

cpo 555 367-2

1 CD • 78min • 2020

16.02.20229 9 9

Als Ende Oktober 1967 Schostakowitschs Sieben Romanzen nach Worten von Alexander Blok für Sopran und Klaviertrio uraufgeführt wurden (mit so namhaften Interpreten wie Galina Wischnewskaja, David Oistrach und Mstislaw Rostropowitsch), wollte Schostakowitsch eigentlich selbst den Klavierpart übernehmen. Da er sich aber kurz zuvor ein Bein gebrochen hatte, sprang sein Freund und Komponistenkollege Mieczysław Weinberg für ihn ein. Bereits vor diesem Hintergrund erscheint das Konzept des Trios Vivente, ihre Einspielung der Romanzen-Suite als eine Art Doppelporträt von Schostakowitsch und Weinberg zu gestalten, als sehr stimmig.

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Francesco Maria Veracini

Overtures & Concerti Vol. 3

cpo 555 241-2

1 CD/SACD • 58min • 2018

07.02.202210 10 10

Federico Guglielmo und sein Ensemble L’Arte del Arco bringen mit Vol. 3 ihre Einspielung der Ouvertüren und Concerti des höchst eigensinnigen Florentiners Francesco Maria Veracini (1690-1768) zum exzellenten Abschluss. Da die Concerti bereits komplett aufgenommen waren, ergänzen zwei Violinsonaten das Programm. Dabei zeichnet sich die Aufnahme durch temperamentvoll-feuriges, dynamisch höchst flexibles Streicherspiel von unglaublicher Wachheit aus. Gute-Laune-Ouvertüren garniert mit melancholischen Sonaten.

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Carl Czerny

Systematische Anleitung zum Fantasieren op. 200

cpo 555 384-2

2 CD • 83min • 2021

31.01.20229 10 9

Ohne das ebenso ausführliche wie liebevolle Booklet von Kolja Lessing stünde man wohl etwas hilflos vor dieser Doppel-CD mit insgesamt 64 Beispielen, mit denen Carl Czerny das Fantasieren auf dem Klavier exemplarisch erklären möchte. Wobei – Achtung! – man „Fantasieren“ nicht als elementares Improvisieren, als kreatives pianistisches Spiel unabhängig vom pianistischen Ausbildungsstand begreifen darf, wie Kolja Lessing schreibt, sondern als schon sehr regelgebunden.

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Marianische Musik aus Spanien

Francisco de Peñalosa • Tomás Luis de Victoria

cpo 555 398-2

1 CD • 64min • 2020

24.01.20229 10 9

Je intensiver man in diese CD hineinhört, desto mehr fühlt man sich, als schlüpfe man in eine wohlig wärmende Strickjacke, so lebendig, so geschmeidig und so wohltuend singt das Peñalosa-Ensemble diese Musik aus der spanischen Renaissance. Insbesondere stellt sich dieses Gefühl bei den Werken von Francisco de Peñalosa ein, dem Namensgeber des Ensembles. Er müsste also im Cover-Titel an erster Stelle stehen und nicht Tomás Luis de Victoria. Diese CD ist eine Hommage an diesen Francisco de Peñalosa, der vor 550 Jahren geboren wurde, und eine Erinnerung an die Gründung des gleichnamigen Ensembles vor 25 Jahren.

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George Enescu

Violin Concerto • Phantasy for Piano & Orchestra

cpo 555 487-2

1 CD • 54min • 2021

17.01.20229 9 9

Der vielseitige Komponist und Intendant Peter Ruzicka ist bislang als Dirigent hauptsächlich mit eigenen Werken hervorgetreten. Gerade auf CD hat er sich daneben auch für die Musik seines Lehrers Hans Werner Henze und noch weitgehend ungehobene Schätze des Rumänen George Enescu (1881-1955) eingesetzt. So erschienen beim Osnabrücker Label cpo bereits die vom Komponisten vollständig skizzierten, aber weitgehend uninstrumentiert hinterlassenen, späten Symphonien Nr. 4 & 5 in durchaus dankbaren Fassungen von Pascal Bentoiu. Auf der neuen Veröffentlichung widmet sich Ruzicka hingegen zwei frühen Stücken Enescus – anscheinend beides Erstaufnahmen.

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Domenico Scarlatti

37 Keyboard Sonatas

cpo 555 473-2

2 CD • 2h 36min • 2020

09.01.202210 10 10

Domenico Scarlatti wurde in dem für die Musikgeschichte so bedeutenden Jahr 1685 geboren, in dem auch J. S. Bach und G. F. Händel das Licht der Welt erblickten. Bedenkt man, mit welcher außerordentlichen Individualität sie ihre jeweilige künstlerische Sendung erfüllten, enthüllt sich das – inzwischen glücklicherweise meist veraltete, aber immer noch nicht ganz überwundene – Vorurteil der Gleichförmigkeit der Musik vor 1750 als pure Polemik im Dienste eines neu entdeckten „schöpferischen Individuums“.

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Sebastian Ochsenkun

Alchemie der Klänge - Das Heidelberger Tabulaturbuch auf die Lauten

cpo 555 267-2

1 CD • 60min • 2019

03.01.202210 10 10

Niemand kennt heute noch Sebastian Ochsenkun (1521-1574) – das mag an seinem Instrument, der Laute, liegen, die bis in das Zeitalter des Barocks zu den Hauptinstrumenten eines jeden Ensembles gehörte, im Verlauf des 18. Jahrhunderts aber schnell an Bedeutung verlor. Spätestens dann geriet Ochsenkuns Musik in Vergessenheit – ganz unverdientermaßen, wie diese CD zeigt, die seinem bemerkenswerten Schaffen gewidmet ist.

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British Music for Strings III

Ethel Smyth • Susan Spain-dunk • Constance Warren • Ruth Gipps

cpo 555 457-2

1 CD • 64min • 2020

30.12.20219 9 9

Das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim unter der Leitung des neuen Künstlerischen Leiters und Chefdirigenten Douglas Bostock widmet sich in einer CD-Serie der Streichermusik britischer Komponisten. Nach den ersten beiden bei cpo erschienenen Aufnahmen der Reihe hat nun der dritte Teil noch einmal einen ganz besonderen Fokus. Die CD vereint Werke ausschließlich britischer Komponistinnen.

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Carl Reinecke

Complete Piano Trios

cpo 555 476-2

2 CD • 2h 04min • 2019

27.12.202110 10 10

Carl Reinecke (1824-1910) gehört zu den fleißigen, eher konservativen, dafür mit leichter Hand schaffenden Komponisten, die man gern als Kleinmeister abstempelt. Doch kann man vor seiner Leistung eigentlich nur hochachtungsvoll den Hut ziehen. Er war von 1860-1895 Gewandhauskapellmeister, Lehrer so bedeutender Musiker wie M. Bruch, E. Grieg, C. V. Stanford, A. Sullivan, E. Smyth, F. Delius, I. Albeniz, S. Karg-Elert, J. Röntgen und bis ins hohe Alter aktiver Konzertpianist, der noch als Achzigjähriger beachtliche Welte-Mignon-Klavierrollen einspielte.

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Amy Beach

Complete Works for Piano Duo

cpo 555 453-2

1 CD • 64min • 2021

23.12.202110 10 10

Amy Beach (geb. Cheney, 1867-1944) war die erste bedeutende amerikanische Komponistin von Kunstmusik. Ihre musikalische Hochbegabung zeigte sich schon im Kleinkindalter. Jedoch wollten die Eltern sie nicht in die Wunderkindrolle drängen; erst mit sechs erlaubte man Amy formellen Klavierunterricht – da hatte das Mädchen längst zu komponieren begonnen. Später wurde sie lediglich in Harmonielehre unterwiesen, alles Weitere brachte sie sich autodidaktisch bei. Ab 1883 trat sie erfolgreich als Pianistin auf. Nach der Heirat 1885 gestattete ihr Gatte H. H. A. Beach nur ein Benefizkonzert pro Jahr, förderte sie allerdings als Komponistin; ihre Musik wurde dann unter dem Namen Mrs. H. H. A. Beach veröffentlicht.

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Historia Nativitatis

A Christmas Oratorio after Heinrich Schütz - SWV 435

cpo 555 432-2

2 CD • 84min • 2020

13.12.20219 10 9

Dieses Weihnachtsoratorium nach Heinrich Schütz nimmt seine Berechtigung eben von Heinrich Schütz, der selber im Vorwort zu seiner Weihnachtshistorie „es frey stellen thut, solche zehen Concerten auff die ihnen beliebende Manier und vorhandenes Corpus Musicum, gar auffs neue anders selbst aufzusetzen, oder durch andere componieren zu lassen.“

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Dietrich Buxtehude

Complete Organ Works II

cpo 555 407-2

2 CD/SACD • 2h 20min • 2020

06.12.20219 9 9

Wie unterschiedlich die Rezeption eines Komponisten in Abhängigkeit von Quellenlage und Zeitgeist sein kann, lässt sich exemplarisch am Beispiel Dietrich Buxtehudes ablesen. „Dieterich Buxtehude gehört zu jenen Protagonisten der deutschen Musikgeschichte des 17. Jahrhunderts, von denen wir einerseits gerade noch genug wissen, um ihren künstlerischen Rang erkennen zu können, die aber andererseits bereits so weit ins Dunkel der Geschichte eingetaucht sind, dass wir ihre Gestalt und Persönlichkeit nur mehr umrisshaft wahrnehmen“, resümierte einst der Musikwissenschaftler Peter Wollny.

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Julius Röntgen

Symphonies 7, 11, 12, 14, 22-24

cpo 777 309-2

2 CD • 1h 43min • 2006, 2007

29.11.202110 9 10

David Porcelijn schließt mit dieser Doppel-CD seinen annähernd vollständigen Überblick über das sinfonische Schaffen des deutsch-niederländischen Komponisten Julius Röntgen (1855-1932) ab. Die sieben eingespielten Werke entstanden alle zwischen 1930 und 1932. Wie bitte? Sieben Sinfonien auf zwei CDs? Ist das etwa MP3-komprimiert? Nein, fünf der Werke sind einsätzig und haben eine Spielzeit von weniger als 16 Minuten. Andere Tonkünstler hätten diese Werke wohl eher als „Sinfonische Dichtung“ oder „Konzertouvertüre“ bezeichnet. Auch die beiden viersätzigen Werke benötigen nur um die 20 Minuten Spieldauer.

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Georg Philipp Telemann

Complete Violin Concertos Vol. 7

cpo 777 881-2

1 CD • 57min • 2013

22.11.202110 10 10

Danksagungen sind meistens nur für diejenigen interessant, denen gedankt wird. Hier jedoch lohnt es sich, das Beiheft aufmerksam durchzusehen: Nicht bloß, weil der Editionsleiter der Telemann-Gesamtausgabe Wolfgang Hirschmann höchstselbst einen naturgemäß außerordentlich informativen Text beigesteuert hat, sondern auch, weil die Solistin und Ensembleleiterin Elizabeth Wallfisch einen aussagekräftigen Gruß an den Aufnahmeort richtet. Die Kirche La Baleine liegt in der Normandie in dem gleichnamigen Dorf, das – Stand 2018 – genau 96 Einwohner hatte.

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Antonín Dvořák

String Quartets Vol. 4

cpo 555 451-2

2 CD • 1h 42min • 2019, 2020

15.11.202110 10 10

Das Vogler-Quartett setzt seine hochgelobte Gesamteinspielung der Streichquartette von Antonin Dvořak mit der vierten Folge fort. Diesmal treffen zwei Werke, deren Partituren vom Komponisten vernichtet wurden und die deshalb in den 1920er Jahren aus dem erhaltenen Stimmenmaterial rekonstruiert werden mussten, auf das Terzett für 2 Violinen und Viola op. 75. Das Streichquartett Nr. 2 in B-Dur weist ähnlich symphonische Proportionen auf wie das noch umfangreichere Quartett Nr. 3, das die Voglers als Hauptwerk ihrer dritten Folge wählten.

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Monteverdi and friends

Vespro da Camera

cpo 555 317-2

1 CD • 76min • 2019

01.11.20219 9 9

Roland Wilson möchte mit seiner Musica Fiata CD Claudio Monteverdi, „Il Divino Claudio“, etwas einrahmen, ihn in eine Reihe stellen mit venezianischen Komponisten seiner Zeit oder der Zeit kurz nach ihm und überlegt im Booklet, ob er nicht sogar „von seinen jüngeren Kollegen ebenso beeinflusst wurde, wie er dieselben beeinflusst hat“. Zumindest demonstrieren die Psalmvertonungen für kleinere Besetzungen auf dieser CD mit dem Titel „Vespro da Camera“ – die darauf hinweist, dass viele geistliche Werke oftmals auch in privaten Palästen aufgeführt wurden – das bleibend hohe Niveau der geistlichen Musik in Venedig im 17. Jahrhundert.

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Georg Philipp Telemann

Wind Overtures Vol. 2

cpo 555 212-2

1 CD • 59min • 2017

25.10.202110 10 10

Wussten Sie, dass Georg Philipp Telemann als einer der Erfinder der ab 1770 erst richtig populär werdenden „Harmoniemusik“ gelten muss? Indem er mit nur 2 Oboen, 2 bis 4 Hörnern und Fagott festliche Musik entstehen lässt, die sich sowohl für Freiluftaufführungen wie auch als Tafelmusik im Saal eignet, beweist Telemann wieder einmal seinen praktischen Sinn und seine profunde Kenntnis bezüglich der Möglichkeiten seines Instrumentariums. Allerdings bedarf es professioneller und mehr als „brauchbarer Virtuosi“, um diese Werke zum Vergnügen werden zu lassen.

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Ignaz Pleyel

Preußische Quartette10-12

cpo 777 779-2

1 CD • 54min • 2019

11.10.202110 10 10

Das Pleyel-Quartett beendet mit der vierten Folge die Gesamteinspielung der 12, dem cellobegeisterten Preußenkönig Friedrich-Wilhelm II. gewidmeten Quartette ihres Namenspatrons. Ignaz Pleyel (1757-1831) – oder, wie er sich später in Frankreich nannte, Ignace Pleyel – war Schüler Johann Baptist Vanhals und Joseph Haydns, wurde von Mozart geschätzt und begründete später in Paris eine der europaweit bedeutendsten Klaviermanufakturen.

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Ignacy Paderewski • Zygmunt Stojowski

Violin Sonatas

cpo 555 324-2

1 CD • 70min • 2020

04.10.202110 10 10

Das vorliegende Album des Geigers Piotr Plawner und des Pianisten Piotr Sałajczyk eignet sich wunderbar dazu, das lange kursierende, in letzter Zeit aber immer mehr verstummende Gerücht, es habe zwischen Chopin und Szymanowski keine polnischen Komponisten von Rang gegeben, als Gerede schlecht informierter Leute zu entlarven, denn sowohl die 1882 entstandene einzige Violinsonate Ignacy Jan Paderewskis, als auch die beiden Gattungsbeiträge Zygmunt Stojowskis aus den Jahren 1893 und 1911 sind Zeugnisse der reich quellenden Phantasie und starken künstlerischen Gestaltungskraft ihrer Verfasser

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Franz Ignaz Beck

L'isle déserte

cpo 555 336-2

1 CD • 56min • 2019

27.09.20219 9 9

Ein deutscher Komponist vertont ein italienisches Libretto in einer französischen Bearbeitung für ein französisches Theater. Die Rede ist von dem gebürtigen Mannheimer Franz Ignaz Beck (1734-1809) und seiner Oper L’isle déserte, die am 4. Januar 1779 in Bordeaux herauskam, wo er nach Lehr- und Wanderjahren in Italien eine herausragende Rolle im städtischen Musikleben spielte, das bürgerlich und nicht höfisch geprägt war. Heute ist Beck, wenn überhaupt, allenfalls noch durch seine Sinfonien im Gedächtnis geblieben.

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Andrea Gabrieli

Motets, Psalms & Organ Works

cpo 555 291-2

1 CD • 69min • 2018

20.09.20219 9 9

Der Neffe ist bekannter als der Onkel: Andrea Gabrieli (1532-1585) ist der Lehrer seines viel berühmteren Neffen Giovanni Gabrieli gewesen, stand zeitweise in bayerischen Diensten gemeinsam mit Orlando di Lasso und verbrachte ansonsten sein ganzes Leben in Venedig, wo er seit 1566 bis zu seinem Tode Erster Organist an San Marco war und dabei sehr viel komponierte: 7 Messen, ca. 120 geistliche Werke zu 4-12 Stimmen, 184 Madrigale zu 3-12 Stimmen sowie 46 Instrumentalstücke sind erhalten. Die vorliegende CD bringt einen Querschnitt durch die Motettenvielfalt, dazwischen gestreut sind Orgel-Werke.

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Felix Draeseke

String Quartets Vol. 2

cpo 555 350-2

1 CD • 59min • 2019

16.09.202110 10 10

Es ist nicht zuletzt dem cpo-Poduzenten Burkhard Schmilgun zu verdanken, dass das Werk des Spätromantikers Felix Draeseke (1835-1913) durch höchstrangige Aufnahmen der Vergessenheit entrissen wurde. Nach der Einspielung der vier Symphonien ist dies nun bereits die dritte CD mit Kammermusik des Labels. Der Komponist war zwar bis in die 1920er Jahre ein vielgespielter und hochgeachteter Vertreter der Neudeutschen Schule, kam aber sicher nicht nur wegen seiner anti-modernistischen Haltung – deutlich in der Streitschrift „Die Konfusion in der Musik“ (1906) als Antwort auf Strauss‘ Salome – schlagartig aus der Mode.

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Georg Philipp Telemann

Liebe, was ist schöner als die Liebe

cpo 555 300-2

1 CD • 76min • 2019

13.09.20219 9 9

Dass unter den mehr als eineinhalbtausend Kantaten von Georg Philipp Telemann auch weltliche Kantaten sind, weiß man. Dass darunter auch Hochzeitskantaten sind, weiß man auch. Dass sie aber teilweise sehr direkt und deftig die Freuden oder auch Schmerzen der Liebe deutlich benennen, hört man auf dieser CD aus der verdienstvollen Reihe des Labels cpo mit großem Vergnügen. Das ausführliche Booklet (Eric F. Fiedler), das die gesungenen Texte in seinen Text einfügt, spricht etwas untertreibend von Telemanns „schelmischem Sinn für Humor“.

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Ferdinando Paër

Leonora

cpo 555 411-2

2 CD • 2h 30min • 2020

02.08.202110 10 10

Ein Jahr vor Beethovens erstem Fidelio-Versuch unter dem Titel Leonore (1805) kam an der Dresdner Hofoper Ferdinando Paërs Leonora heraus. Gemeinsame Quelle beider Werke war Jean Nicolas Bouillys Libretto Léonore ou l’Amour coniugal, das in der Vertonung von Pierre Gaveaux 1798 zum ersten Mal auf die Opernbühne fand. Paërs Librettisten Giuseppe Maria Foppa und Giacomo Cinti schlossen sich eng an Bouillys Vorlage an. Das Personal und der Handlungsverlauf sind auch mit Beethovens Fidelio identisch.

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Marianna Martines

Dixit Dominus, Psalms 110 & 115

cpo 777 985-2

1 CD • 61min • 2020, 2015

26.07.20219 9 9

Da soll noch einmal jemand behaupten, dass Frauen im 18. Jahrhundert keinen qualifizierten musikalischen Unterricht erhalten konnten. Ein Paradebeispiel bietet Marianna von Martines (1744-1812) – auch spanisch Martinez geschrieben –, deren neapolitanischer Vater als Zeremonienmeister des päpstlichen Nuntius‘ nach Wien kam. Berühmter Nachbar in der dritten Etage des Michaelerhauses am Kohlmarkt war der kaiserliche Hofdichter und berühmte Librettist Pietro Metastasio, dessen Textbücher zwischen 1725-1790 von allen namhaften Komponisten vertont wurden. Dieser – kinderlos – interessierte sich früh für Marianna und ihre Geschwister. Deshalb drang er darauf, dass alle Kinder eine solide Ausbildung erhielten.

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Georg Philipp Telemann

Cantatas for the Hanoverian Kings of England

cpo 555 426-2

1 CD • 70min • 2020

15.07.20219 9 9

Seit 1714 war Georg Ludwig, Kurfürst von Hannover, als Georg I. britischer König. Dank dieser Personalunion war Großbritannien in die direkte Nachbarschaft der Freien und Hansestadt Hamburg gerückt. Die vorliegende CD vereint drei Kantaten für das hannoversche Königshaus mit zwei Werken aus dem geistlichen Schaffen Telemanns in Rahmen seiner Tätigkeit als Hamburger Musikdirektor.

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Musik aus Schloss Wolfenbüttel V

Georg Caspar Schürmann
Cantatas

cpo 555 374-2

1 CD • 62min • 2020

05.07.20219 9 9

Georg Caspar Schürmann, 1672 oder 1673 in Idensen bei Wunstorf geboren und1751 in Wolfenbüttel verstorben, begann seine musikalische Wirksamkeit 1693 als Falsettist in Hamburg, schrieb aber schon in darauffolgenden Jahr für Herzog Anton Ulrich von Braunschweig Wolfenbüttel eine Einweihungskantate für dessen Lustschloss Salzdahlum. Ab 1697 wirkte er am Wolfenbütteler Hof als Direktor der Hof- und Kirchenmusik in Braunschweig und Wolfenbüttel. Anton Ulrich, Chef der Braunschweigisch-Wolfenbütteler Welfen, betrachtete missgünstig den Aufstieg seiner Hannoverschen Verwandten, besonders, seit sich der dortige Familienzweig ab 1692 mit einer Kurwürde schmücken konnte.

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Gottfried Heinrich Stölzel

Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld

cpo 555 311-2

2 CD • 1h 50min • 2019

25.06.202110 10 10

Gottfried Heinrich Stölzel (1690-1749) kam 1719, nach Stationen u. a. am Hof des Grafen Heinrich XXV. Reuß in Gera, an die Residenz der Herzöge von Sachsen-Gotha-Altenburg, der er bis zu seinem Lebensende als Hofkapellmeister verbunden blieb. Der Ruf nach Gotha dürfte nicht zuletzt in Stölzels Ruf als Kirchenmusiker begründet gewesen sein, hatte er doch bereits 1717 im Auftrag des hohenzollernschen Markgrafen von Bayreuth geistliche Musik für die Feier des 200. Jubiläums der Reformation komponiert.

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British Music for Strings II

Granville Bantock • Christopher Wilson

cpo 5555 395-2

1 CD • 77min • 2020

21.06.20219 9 9

Es mag vor allem dem Einfluss des neuen Künstlerischen Leiters und Chefdirigenten des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim, Douglas Bostock, zu verdanken sein, dass sich das Orchester nun zum zweiten Mal mit einer ausgezeichneten Aufnahme der britischen Musik widmet. Denkt man an britische Komponisten, so fallen den meisten – leider und zu Unrecht – kaum mehr Namen als John Dowland, Henry Purcell und Edward Elgar ein. Nachdem bereits im Oktober vergangenen Jahres eine erste Aufnahme mit Streicherwerken aus der Feder britischer Komponisten bei cpo erschien, haben das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim und Douglas Bostock nun die zweite Aufnahme der Serie herausgebracht.

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Johann Sebastian Bach

The Overtures • Original Versions

cpo 555 346-2

1 CD • 73min • 2019

14.06.20219 10 9

Um zu erkennen, wie Musiker Bachs Ouvertüren bzw. Orchestersuiten interpretieren, muss man nur die zwei bekanntesten Stücke daraus als erstes anhören: die nur zu berühmte und beliebte Air und die immer begeisternde Badinerie. Das Concerto Copenhagen unter Lars Ulrik Mortensen gibt in der Gesamtaufnahme der vier Suiten auch damit seine Visitenkarte ab

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Max Drischner

Sonnenhymnus
Organ Works

cpo 555 376-2

1 CD • 77min • 2020

27.05.20219 9 9

Mit der Orgelmusik von Max Drischner verhält es sich zumeist wie mit einem Mauerblümchen: das ist einfach da und meistens nimmt man kaum Notiz davon, so unauffällig, verborgen und unscheinbar wirkt es. Das liegt im Falle Drischners nicht zuletzt an der Musik selbst, die selten stilistische Überraschungen bietet, sich überwiegend eines imitatorisch-polyphonen Satzes bedient, und deren Stilmittel in der Regel nicht über das hinausgegen, was vom Barock bis zur Romantik musikalisches Allgemeingut geworden ist.

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