Svetlanov Competition | Ausschreibung eröffnet
Die Bewerbungsfrist für den 6. Internationalen Dirigentenwettbewerb läuft bis zum 15. April 2026
Für den 6. Internationalen Dirigierwettbewerb Evgeny Svetlanov, der vom 3. bis 6. September 2026 in Birmingham in Partnerschaft mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) stattfindet, kann man sich ab sofort bewerben. Zum ersten Mal wird der Wettbewerb im Vereinigten Königreich ausgetragen. Eine hochkarätige internationale Jury unter dem Vorsitz von Bertrand de Billy wählt 18 junge Dirigentinnen und Dirigenten aus, die in drei Wettbewerbsrunden antreten und dabei mit einem der führenden Orchester Europas, dem CBSO unter der musikalischen Leitung von Kazuki Yamada, arbeiten werden. Zur Jury gehören außerdem renommierte Persönlichkeiten der internationalen Musikwelt, darunter Mauro Bucarelli, Christoph Ghristi, Matthias Goerne, Sacha Goetzel, Paul Hughes, Ion Marin, Matthias Naske, Deborah Polaski und Kazuki Yamada. Das Wettbewerbsrepertoire umfasst große sinfonische Werke sowie Musik von Evgeny Svetlanov und ein neu in Auftrag gegebenes Werk von Antonino Abate.
Podium für junge Dirigenten
Zu den bisherigen Preisträgern zählen Dirigenten wie Andris Poga, Christoph Altstaedt, Robert Treviño, Roberto Forés-Veses, Domingo Hindoyan, Debora Waldman, Jesko Sirvend und Henri Aavik, von denen viele inzwischen internationale Dirigentenkarrieren verfolgen. Tatsächlich schlagen rund 80 % der Wettbewerbsteilnehmer anschließend eine internationale Laufbahn als Dirigent ein.
Halbfinale und Finale werden live übertragen und anschließend auf medici.tv verfügbar sein. Neben Geldpreisen erhalten die Gewinner außerdem Einladungen und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit führenden musikalischen Partnern. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. April 2026. Tickets für die Wettbewerbsrunden sind bereits über die offizielle Website des Wettbewerbs erhältlich.
Prozess kontinuierlichen Lernens
Kazuki Yamada, Music Direktor des CBSO und Jurymitglied des Svetlanov-Wettbewerbs:
In einem Interview mit dem CBSO reflektiert Dirigent Kazuki Yamada über die Erfahrung eines Orchesters, das als Gastgeber eines Dirigierwettbewerbs fungiert. Für das Orchester stellt diese Rolle einen intensiven, zugleich aber sehr inspirierenden Prozess dar. Zahlreiche junge Dirigentinnen und Dirigenten treten nacheinander ans Pult und arbeiten mit demselben Repertoire. Wie Yamada bemerkt, „fragt man sich manchmal, warum sich der Klang so stark verändert, obwohl dieselbe Musik dirigiert wird. Niemand kann wirklich erklären, warum – es ist eine Art Magie.“
Auch für Yamada selbst ist die Tätigkeit als Juror ein Prozess des kontinuierlichen Lernens. Die Begegnung mit jungen Dirigentinnen und Dirigenten und ihren Ideen eröffnet neue Perspektiven und Inspirationen, die er in seine eigene künstlerische Arbeit mitnimmt.
Auf diese Weise wird der Wettbewerb nicht nur zu einer Plattform für die nächste Generation von Dirigentinnen und Dirigenten, sondern auch zu einem lebendigen Austausch musikalischer Ideen – eine Erfahrung, die für Orchester, Jury und Publikum gleichermaßen anregend und bereichernd ist.

