80. Concours de Genève vom 6.-13. November 2026
Erstmals in den Disziplinen Komposition und Dirigieren
Der Concours de Genève, einer der weltweit führenden internationalen Musikwettbewerbe, feiert im November seine 80. Ausgabe. Ziel des Wettbewerbs ist es, herausragende junge Künstlerinnen und Künstler zu entdecken, zu fördern und auf ihrem Weg zu einer internationalen Karriere zu unterstützen. Die Jubiläumsausgabe widmet sich den Disziplinen Komposition und Dirigieren und stellt das zeitgenössische Musikschaffen fest in den Mittelpunkt.
Verbindung von Komposition und Dirigieren
Didier Schnorhk, Generalsekretär des Concours de Genève: „Wir sind ungemein stolz darauf, dass der Internationale Musikwettbewerb ‚Concours de Genève‘ auch in seiner 80. Ausgabe weiterhin mutige Wege beschreitet. Die Verbindung von Komposition und Dirigieren in einem einzigen Wettbewerb ist eine absolute Innovation, und wir hoffen, dass das Publikum in Genf und die Zuschauer auf der ganzen Welt Freude daran haben, diese wunderbaren jungen Musiker live zu erleben.“
Der 1939 gegründete Concours de Genève ist einer der weltweit führenden internationalen Musikwettbewerbe und bekannt für seinen einzigartigen multidisziplinären Ansatz, der an die 30 Disziplinen umfasst. 2026 werden erstmals die beiden Disziplinen Komposition und Dirigieren im Rahmen des Finales miteinander verbunden: Das Kompositionsfinale bildet zugleich die erste Finalrunde des Dirigierwettbewerbs und findet am 11. November 2026 in der Victoria Hall statt.
Die Finalisten des Dirigierwettbewerbs leiten das Orchestre de la Suisse Romande bei der Aufführung der Werke der Finalisten des Kompositionswettbewerbs, Sing-Yat Chen (26, Hongkong), Hanurij Lee (21, Südkorea) und Rafael Marino Arcaro (37, Brasilien).
Die Komponistinnen und Komponisten werden bereits im Vorfeld des Finales am 11. November mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Dirigierwettbewerbs zusammenarbeiten. Der erste Preis ist mit 15.000 CHF, der zweite mit 10.000 CHF und der dritte mit 5.000 CHF dotiert. In diesem Jahr verzeichnete der Kompositionswettbewerb so viele Bewerbungen wie noch nie zuvor: die Finalistinnen und Finalisten wurden aus 188 Komponistinnen und Komponisten aus 46 Ländern ausgewählt.
Erstmals seit 1994 wieder Dirigentenwettbewerb
Der Dirigentenwettbewerb kehrt erstmals seit 1994 zum Concours de Genève zurück. Damals gewann Alan Gilbert den ersten Preis. Halbfinalisten des Dirigierwettbewerbs 2026 sind Alejandro Cantalapiedra (33, Spanien), Jacobus de Jager (30, Südafrika), Michal Oren (30, Israel), Gabriel Pernet (28, Schweiz), Mats Thiersch (24, Deutschland) und Leonard Weiss (35, Australien). Im Verlauf des Halbfinales werden sie drei Ensembles dirigieren, das Orchestre de Chambre de Genève, das Ensemble Contrechamps und das Orchestre de la Suisse Romande. Im Anschluss daran werden drei Dirigenten ausgewählt, die ins Finale einziehen. Zusätzlich zu den Werken der Finalisten des Kompositionswettbewerbs am 11. November werden die drei Dirigenten am 13. November in der Genfer Victoria Hall auch Werke von Bartók, Debussy, Mahler, Prokofjew, Strauss oder Strawinsky dirigieren.
Der erste Preis ist mit 20’000 CHF dotiert, der zweite Preis mit 12’000 CHF und der dritte Preis mit 8’000 CHF. Die drei Halbfinalisten, die nicht für die Finalrunde ausgewählt werden, erhalten jeweils 3’000 CHF. Zu den weiteren Preisen des Dirigierwettbewerbs gehören der Publikumspreis (1.500 CHF), über den das Publikum im Finale abstimmt, der Preis des jungen Publikums (1.000 CHF), der von jungen Schülern der Partnerschulen des Wettbewerbs vergeben wird, sowie der Studentenpreis (1.000 CHF), der von Studierenden der Musikfakultät und des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Genf ausgewählt wird.
Prominente Jury
Den Vorsitz der Jury des Kompositionswettbewerbs führt die weltbekannte Komponistin Unsuk Chin; weitere Mitglieder sind die Komponisten Toshio Hosokawa, Magnus Lindberg, Augusta Reed Thomas und Katharina Rosenberger. Unsuk Chin ist zudem Mitglied der Jury des Dirigierwettbewerbs in den Endrunden, deren Vorsitz der Dirigent Bertrand de Billy innehat. Komplettiert wird die Jury durch Mark Stringer (stellvertretender Vorsitzender), Baldur Brönnimann, Martin Campbell-White, Laurent Gay, Sarah Nemtanu, Eva Ollikainen, Peter Oundjian, Natalia Ponomarchuk, Arturo Tamayo und Wingsie Yip.
Preise und Förderprogramm für die Preisträger
Die Preispakete des Concours de Genève gehören zu den umfangreichsten unter den internationalen Musikwettbewerben. Zusätzlich zu den Geldpreisen wird den Preisträgern ein ambitioniertes Förderprogramm angeboten, das ihnen den Einstieg in eine internationale Karriere erleichtern soll – dazu gehören eine zweijährige Betreuung durch die Konzertagentur Sartory Artists in Paris, Managementvertretung, internationale Konzerttourneen, persönliches Coaching und Kompositionsaufträge; außerdem erhält ein Gewinner bzw. eine Gewinnerin die Möglichkeit, ein Album mit Orchester auf dem Label „La Dolce Volta“ aufzunehmen.
Zu den bisherigen Preisträgern und Preisträgerinnen des Wettbewerbs zählen einige der weltweit größten Musiker, darunter Martha Argerich, Alan Gilbert, Nelson Goerner, Georg Solti, José Van Dam und Tabea Zimmermann.
Der Wettbewerb hat eine globale Reichweite, und Zuschauer auf der ganzen Welt können die Finalrunden auf der Website des Concours de Genève sowie über dessen Social-Media-Kanäle, auf medici.tv, amadeus.tv und Mezzo TV verfolgen; Hörer in der Schweiz können die Finalrunden über RTS – Espace 2 mitverfolgen.
Die Anmeldung für die Wettbewerbe 2027 – Klavier und erstmals auch Barockvioline – beginnt im Herbst dieses Jahres. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Concours de Genève, www.concoursgeneve.ch
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