Jürgen Ponto-Stiftung vergibt Musikpreis 2026
Das Motus Quartett aus Wien erhält den mit 60.000 Euro dotierten Preis
Die Jürgen Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler vergibt ihren nunmehr achten Musikpreis an das Motus Quartett. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert und beinhaltet Konzertauftritte beim Beethovenfest Bonn, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, im FaustForum in Staufen, im Wiener Konzerthaus und in der Zürcher Tonhalle. Die Musikfestivals und Veranstalter sind Kooperationspartner der Jürgen Ponto-Stiftung bei der Ausrichtung des Musikpreises.
Junges Streichquartett aus Wien
2022 gegründet, hat das Motus Quartett mit den Geigern Tim de Vries und Karla Križ, der Bratschistin Erin Pitts und dem Cellisten Domonkos Hartmann seinen Sitz in Wien, wo es derzeit bei Johannes Meissl an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) studiert. Weitere musikalische Impulse erhält es von Eckart Runge, Oliver Wille, Hatto Beyerle und Valentin Erben u. a. bei der ECMA und Accademia Perosi. Eine besonders prägende Erfahrung ist ihre fortlaufende Zusammenarbeit mit György Kurtág, der dem Quartett eng verbunden ist. Im Mai 2026 reüssierte das Motus Quartett mit dem Ersten Preis sowie mit vier Sonderpreisen beim 12. Internationalen Kammermusikwettbewerb in Osaka. Im März 2025 wurde das Ensemble beim 10. Internationalen Joseph-Joachim-Kammermusikwettbewerb in Weimar mit dem ersten Preis und dem Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werks der Frühklassik ausgezeichnet.
Preisvergabe im zweijährigen Turnus
Der Musikpreis der Jürgen Ponto-Stiftung wird im zweijährigen Turnus vergeben. Als Preisträger können sich Streichquartette aus Deutschland, Österreich und der Schweiz qualifizieren, deren Mitglieder in der Regel nicht älter als 35 Jahre sind und die bereits einen internationalen Wettbewerb gewonnen haben. Zur Auswahljury gehörten Prof. Gregor Sigl (Geiger und Bratschist, Fachkurator Musik der Jürgen Ponto-Stiftung), Annett Baumeister (FaustForum Staufen), Laura Thomsen (Schleswig-Holstein Musik Festival), Dr. Annette Semrau (Beethovenfest Bonn) Julika Meixner (Wiener Konzerthaus), Marc Barwisch (Tonhalle-Gesellschaft Zürich) sowie Ralf Suermann (Vorstand Jürgen Ponto-Stiftung). Seit 2012 waren das Amaryllis Quartett, das Schumann Quartett, das Aris Quartett, das Vision String Quartet, das Goldmund Quartett, das Leonkoro Quartet sowie das Javus Quartett ausgezeichnet worden.
Künstlerförderung seit 1977
Seit 1977 widmet sich die rechtlich selbständige Jürgen Ponto-Stiftung dem künstlerischen Nachwuchs in Deutschland. Sie unterstützt Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Musik, bildende Kunst und Literatur, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Benannt ist die in Frankfurt am Main ansässige Stiftung nach dem damaligen Vorstandssprecher der Dresdner Bank, Jürgen Ponto. Die Stiftung erinnert an das Engagement Jürgen Pontos, der sich zu Lebzeiten sehr für die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler in Deutschland einsetzte. Das Stiftungsvermögen beläuft sich auf 11,3 Millionen Euro.
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