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Meldung vom 19.01.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Kunstsammlungen von Otto Schenk werden versteigert

Auktion im Wiener Dorotheum am 26. Februar 2026

Am Wiener Rudolfsplatz, über Jahrzehnte Lebensmittelpunkt, Rückzugsort und Quelle der Inspiration, lebten und sammelten Otto und Renée Schenk - mit Neugier, Leidenschaft und einem feinen Gespür für die Kunst. Nach dem Tod von Otto Schenk, der als Schauspieler, Kabarettist, Regisseur und Intendant internationale Erfolge feierte, wird ein außergewöhnlicher Schatz in der Dorotheum-Auktion „Sammlung Otto und Renée Schenk“ vom 26. Februar 2026 präsentiert, der bisher nur wenigen vorbehalten war.

Jugendstilglas und -keramik

Etwa 400 Exponate, Glas, Keramik, Silber sowie Möbel, Gemälde und persönliche Erinnerungsstücke kommen zur Versteigerung. Bereits ab den 1960er-Jahren begannen Otto und Renée Schenk mit großer Passion zu sammeln. Ihre Schätze erwarben sie im Kunst- und Antiquitätenhandel oder auf Flohmärkten. Nahezu jedes Stück wurde gemeinsam ausgewählt. Im Zentrum steht Jugendstilglas und -keramik, insbesondere Vasen aus böhmischen und französischen Manufakturen, die das Ehepaar ein Leben lang faszinierten. Ganze Wände der Wohnung waren dicht damit bestückt – sie waren der ganze Stolz der beiden.

Exemplarisch seien eine große Vase der böhmischen Manufaktur Johann Lötz Witwe, Klostermühle, im Secessionsstil aus irisierendem Glas mit Messingmontierung (Startpreis € 4.000) sowie eine Vase von Daum Nancy aus mehrfach überfangenem Glas mit geätztem Tulpendekor aus dem Jahr 1902 genannt (Startpreis € 1.000).

Objekt der Wiener Werkstätte

Ein weiteres zentrales Sammelgebiet waren Objekte der Wiener Werkstätte, allen voran Arbeiten von Josef Hoffmann. Zu den Highlights des Universalkünstlers zählen ein Messingaufsatz mit Hammerschlagdekor, geschätzt mit 6.000 Euro, sowie eine silberne Deckeldose aus dem Jahr 1904 (€ 5.000), ein Satztisch, ebenfalls aus dem Jahr 1904, und ein Paar Hocker, die Entwurfsvariante für das Cabaret Fledermaus.

Gemälde der Wiener Moderne

Zu den Auktionshöhepunkten zählen auch Werke der bildenden Kunst. Ein Gemälde von Koloman Moser, die um 1913 ausgeführte Darstellung der Schweizer Gebirgskette Dents du Midi, wird mit einem Startpreis von 100.000 Euro aufgerufen. Sein ein Jahr später geschaffenes Frauenporträt startet bei 18.000 Euro. Mit Egon Schiele ist einer der wichtigsten Protagonisten der Wiener Moderne vertreten: Während seiner Tirol-Reise 1907 entstand die frühe Pastellkreidearbeit Waldbach (€ 8.000).

Persönliche Erinnerungsstücke

Besonders berührend sind die zahlreichen persönlichen Erinnerungsstücke, die nun erstmals den privaten Rahmen verlassen. Dazu zählen Otto Schenks charakteristische Baskenmütze, rund 270 Rollenfotos und Porträts sowie eine umfangreiche Korrespondenz aus mehreren Jahrzehnten. Briefe und Karten von Weggefährten und Bewunderern wie Karl Böhm, Carlos Kleiber, Arik Brauer, Helmut Zilk, Susi Nicoletti, Peter Simonischek, Helmut Lohner, Ephraim Kishon, Maxi Böhm, Claudio Abbado oder Sydne Rome zeugen von einem außergewöhnlich reichen künstlerischen Netzwerk. Hinzu kommen zahlreiche Bücher, signierte Widmungsexemplare von Persönlichkeiten wie James Levine, Michael Haneke, Gert Voss, Werner Schneyder, Piotr Beczala, Robert Menasse oder Heimito von Doderer.

Internationale Karriere

Die Musik begleitete Otto Schenk ein Leben lang. 1968 debütierte er an der Metropolitan Opera in New York, wo er über fast vier Jahrzehnte hinweg 16 Produktionen inszenierte. Zehn Model Fotos zu Richard Strauss’ Elektra (Inszenierung 1992) erinnern an diese internationale Karriere. Darüber hinaus führte er u. a. Regie am Wiener Burgtheater und inszenierte auch an der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala oder Royal Opera House. Zahlreiche Notendrucke und Textbücher, insbesondere zu den Werken Richard Wagners, dokumentieren seine tiefe Verbundenheit mit der Musik. Auch sein Bösendorfer Mignon-Flügel kommt mit einem Startpreis von 20.000 Euro zur Auktion.

Die Versteigerung ist mehr als die Summe ihrer Objekte. Sie ist ein Spiegel eines kunstsinnigen Lebens und gleichzeitig eine Einladung, in die Sammelleidenschaft von Otto Schenk einzutauchen. Und sie ist die seltene Möglichkeit, ein persönliches Erinnerungsstück eines großen und bedeutenden Künstlers Österreichs zu erwerben.

Sammlung Otto und Renée Schenk

Online Auktion

Donnerstag, 26. Februar 2026, 14 Uhr

21. und 22. Januar 2026, jew. 10 – 17 Uhr

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