Aziza Sadikova exklusiv bei Boosey & Hawkes unter Vertrag
Die Komponistin schuf u.a. Werk für die BBC Proms, das Bachfest Leipzig und Young Euro Classic
Die Musik von Aziza Sadikova überspringt die Epochen wie im Fluge und entfaltet in ihrer Komplexität und Entdeckungslust einen ganz unverwechselbaren Individualstil. Die 1978 in Usbekistan geborene Komponistin hat Beiträge zu den verschiedensten Gattungen geschaffen und erweckt mit ihrer Musik eine Fülle an Bildern. Zu Beginn des Jahres 2023 hat Aziza Sadikova einen Exklusivvertrag bei Boosey & Hawkes unterzeichnet. Unter dem Dach der Verlagsgruppe Concord wird damit der Sikorski-Programmschwerpunkt mit Musik aus früheren sowjetischen Regionen erweitert. Die Vereinbarung umfasst weltweit die Rechte an Sadikovas künftigen sowie fast allen bereits vorliegenden Werken.
Umfangreicher Werkkatalog
Der Katalog der außergewöhnlichen Komponistin ist so umfangreich, wie ihre Interessen breit gefächert sind. Ihre Inspiration zieht sie oft aus der Bildenden Kunst, der Literatur und der Philosophie. Bereits im Alter von fünf Jahren erhielt Aziza Sadikova in ihrer Heimatstadt Taschkent ersten Klavier- und Kompositionsunterricht an der Spezial-Musikschule für Hochbegabte. Später studierte sie Komposition in der Klasse von Dmitri Yanov-Yanovsky am Staatlichen Konservatorium Taschkent und setzte in weiterer Folge ihre Studien in England am Royal Birmingham Conservatoire sowie am Trinity College London fort.
Sadikovas Musik erkundet verschiedenste Bereiche der Neuen Musik, vom Experimentieren mit unkonventionellen Instrumentaltechniken bis zur Verwendung von komplexen Struktur- und Rhythmuskomponenten – etwa in Ein Brief, 1921, Prag für Klavier vierhändig, Video und Schreibmaschine (2012), Silberklang für Sopran und Kammerensemble (2016) oder der Kammeroper Alles über Sally (2015). Ihr Schaffen wird aber auch beeinflusst von der Emotionalität der Musik der Romantik (Untitled für Chor und Orchester sowie Konzert für Violoncello und Orchester, beide 2016) und macht Anleihen bei Texturen im Stil des Neobarock (Variation für Klavierquartett, 2011, oder Kadenzen zu Cellokonzerten von C. P. E. Bach).
Aufführungen bei internationalen Konzertreihen und Festivals
Aziza Sadikova arbeitete mit Musikern aus dem Vereinigten Königreich, den USA, Deutschland, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz, Frankreich, Polen, Italien und Japan zusammen. Ihre Musik wurde unter anderem bei den BBC Proms, dem Bachfest Leipzig, Wien Modern, den Philharmonischen Akademie-Konzerten in Hamburg, Young Euro Classic, den Kasseler Musiktagen, Aspekte Salzburg, der Klangwerkstatt Berlin und dem Festival „reMusik“ St. Petersburg aufgeführt; ihre Werke wurden unter anderem von Kent Nagano, Omer Meir Wellber oder Jonathan Stockhammer dirigiert.
Außergewöhnliche Projekte entstanden in Zusammenarbeit mit Autoren wie Arno Geiger, Jens Schroth und dem Star-Drehbuchautor Luke Davies. Sie komponierte für Simone Rubino (Percussion), Julian Steckel und Konstantin Manaev (Violoncello), Yury Revich und Thomas Gould (Violine) oder Natalia Pschenitschnikowa (Gesang); Auftragskompositionen entstanden unter anderem für die BBC Proms (Marionettes, 2020), das Ensemble Quillo (Alles über Sally, für die Schaubühne Berlin), das Bachfest Leipzig (Mirroring Contrapunctus für Orchester), außerdem für einen Liederabend „Beethoven–Sadikova“ der Elbphilharmonie Hamburg sowie ein experimentelles Opernprojekt zum Ring des Nibelungen in chinesisch-deutscher Kooperation und in Zusammenarbeit mit der Berliner Regisseurin Anna Peschke.
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