Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko auf Amerika-Tournee
Eröffnung der Saison in der Carnegie Hall und Konzerte in Südamerika
Die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Kirill Petrenko begeben sich im Oktober 2026 auf eine dreiwöchige Konzerttournee durch Nord- und Südamerika. Vom 8. bis 23. Oktober gastiert das Orchester in New York, Bogotá, São Paulo und Buenos Aires. Am 8. Oktober eröffnen die Berliner Philharmoniker mit einer festlichen Gala die Saison der Carnegie Hall. Kirill Petrenko dirigiert ein italienisches Programm, das Jonas Kaufmanns ausdrucksstarke Tenorstimme mit einigen seiner bekanntesten Partien in den Mittelpunkt stellt. Der Startenor singt unter anderem Arien aus Umberto Giordanos Fedora, Ruggero Leoncavallos Pagliacci und Francesco Cileas L’Arlesiana.
Konzerte mit Víkingur Ólafsson
Nach dem Eröffnungskonzert folgen drei weitere Auftritte im Rahmen einer Residenz in der Carnegie Hall. Am 9. und 11. Oktober ist der isländische Ausnahmepianist Víkingur Ólafsson als Solist in Johannes Brahms’ Klavierkonzert Nr. 1 zu erleben. Auf dem Programm steht außerdem Richard Strauss’ Also sprach Zarathustra. Das Konzert am 10. Oktober nimmt mit Edward Elgars Enigma-Variationen und Peter Tschaikowskys Vierter Symphonie das umjubelte Programm der Saisoneröffnung der Berliner Philharmoniker wieder auf.
Rückkehr nach Südamerika nach 26 Jahren
Von New York aus reist das Orchester weiter nach Südamerika, wo es bisher nur einmal, im Jahr 2000 unter Leitung des damaligen Chefdirigenten Claudio Abbado, zu Gast war. Hier konzertieren die Berliner Philharmoniker am 14. (Elgar/ Tschaikowsky) und 15. Oktober (Brahms/Strauss) im Teatro Mayor in Bogotá und geben damit ihr Debüt in Kolumbien. In São Paulo, wo das Orchester bereits 2000 auftrat, spielt es erstmals in der 1999 eröffneten Sala São Paulo. Am 18. Oktober erklingen dort Brahms’ Klavierkonzert und Strauss‘ Also sprach Zarathustra; am 19. Oktober die Enigma-Variationen und Tschaikowskys Vierte Symphonie.
Auch Buenos Aires steht zum zweiten Mal auf der Reiseroute des Orchesters, wobei es erneut im weltberühmten Teatro Colón zu Gast sein wird. Dort stehen am 21. und 23. Oktober Brahms’ Klavierkonzert und Also sprach Zarathustra sowie am 22. Oktober die Enigma-Variationen und Tschaikowskys Vierte Symphonie auf dem Programm.
In einem Online-Pressegespräch, das im Vorfeld der Tournee stattgefunden hat, äußerte sich Kirill Petrenko am 24. September: »Ich freue mich sehr darauf, erstmals in Südamerika aufzutreten und das Publikum dort kennenzulernen. Es ist mir ein besonderes Anliegen, den Menschen in Bogotá, São Paulo und Buenos Aires gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern und Víkingur Ólafsson unsere Musik nahezubringen. Auf dem Programm stehen Werke, die jedes auf seine Weise einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.«
Debüt des Orchesters in Bogotá
Eva-Maria Tomasi, Geigerin und Orchestervorständin der Berliner Philharmoniker, sagte im selben Gespräch: »Es ist uns eine besondere Ehre, die Saison der Carnegie Hall bereits zum vierten Mal zu eröffnen – dieses Mal gemeinsam mit Kirill Petrenko und Jonas Kaufmann und einem italienischen Programm. Zugleich freuen wir uns sehr auf die Rückkehr nach Südamerika. Es ist erst das zweite Mal in der Geschichte unseres Orchesters, dass wir dort gastieren, und eine wunderbare Gelegenheit, die Früchte unserer gemeinsamen Arbeit mit unserem Chefdirigenten zu präsentieren. Unser herzlicher Dank gilt Víkingur Ólafsson, der für den verletzten Daniil Trifonov einspringt.«
Vorfreude auf das klassik-begeisterte Publikum in Südamerika
»Als kultureller Botschafter Berlins und Deutschlands ist es für die Berliner Philharmoniker besonders wichtig, auf ihren internationalen Tourneen nicht nur bekannte Ziele, wie in diesem Fall die Carnegie Hall, zu besuchen, sondern auch neue Orte musikalisch zu entdecken und unserem Publikum dort persönlich zu begegnen. Ich freue mich sehr, dass das Orchester in Bogotá, Kolumbien, debütieren und nach langer Zeit nach São Paulo und Buenos Aires zurückkehren wird, wir werden in diesen klassik-begeisterten Ländern hoffentlich viele Fans des Orchesters glücklich machen können«, so Andrea Zietzschmann, Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker.
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