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Meldung vom 11.07.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Oboist Albrecht Mayer bei den Augsburger Philharmonikern

Letztes Sinfoniekonzert »Denkmal« der Spielzeit 25/26

Im 8. Sinfoniekonzert begeben sich die Augsburger Philharmoniker gemeinsam mit dem gefeierten Solo-Oboisten Albrecht Mayer auf eine Spurensuche in die Wiener Klassik. Albrecht Mayer bringt dafür ein hochinteressantes Mozartfragment mit, zum Konzert ergänzt vom Schweizer Komponisten Gotthard Odermatt. Die musikalische Leitung des Abends hat GMD Domonkos Héja. »Denkmal« lautet das Motto, mit dem das Staatstheater Augsburg seine Sinfoniekonzertserie der Spielzeit beschließt. Und da ist auch W.A. Mozart noch einmal mit von der Partie, dessen 270. Geburtstag wir in diesem Jahr feiern. Albrecht Mayer lässt dafür mit dem Orchester ein »Denkmal« des großen Meisters erstrahlen: Sein Fragment gebliebenes Oboenkonzert in F-Dur KV 293, von dem nur die ersten 50 Takte überliefert sind, zuzüglich 19 weiteren Takten der Solostimme. Mayer reizte das Überlieferte so sehr, dass er beim Komponisten Gotthard Odermatt die Ergänzung zu einem Konzert in Auftrag gab, das er nun mit Begeisterung aufführt. Eine echte Neuentdeckung im Geiste Mozarts also!

Vervollständigung des Mozart-Fragments

Zunächst hatte Gotthard Odermatt dabei den ersten Satz des Konzertes vervollständigt: Er wurde 2020 von der Deutschen Grammophon aufgenommen und von Albrecht Mayer und der Deutschen Kammerphilharmonie in Bremen uraufgeführt. Nach diesem großen Erfolg wurde daraus später ein vollständiges, dreisätziges Oboenkonzert, mit dem Mayer seit dem Jahr 2024 immer wieder mit verschiedenen Orchestern sein Publikum begeistert.

Beethoven und Brahms vervollständigen das Konzert

Auch die anderen beiden Werke des Abends spielen mit den musikalischen Reizen vergangener Zeiten: Ludwig van Beethoven steht mit seiner 8. Sinfonie nicht nur für sich selbst, sondern spielt gewitzt mit der Leichtigkeit und Eleganz der von Mozart und Haydn gefestigten klassischen Tradition.

Johannes Brahms widmet sich wiederum in seinen Variationen einem Bläserchoral, den er von Joseph Haydn zu übernehmen glaubte. Auch wenn es heute Zweifel an dieser Urheberschaft gibt, verwendete Brahms damit in jedem Fall einer populären Melodie der damaligen Zeit, der er hiermit sein eigenes, vielsagendes Denkmal setzt.

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