Sonya Yoncheva und Etienne Dupuis ausgezeichnet
Führende Sopranistin und junger Bariton mit Preisen bedacht
Die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva prägt den internationalen Kulturbetrieb derzeit nicht nur als eine der führenden Sängerinnen unserer Zeit, sondern auch als Produzentin und Kulturunternehmerin. Am 4. September wird sie im Royal Concertgebouw Amsterdam mit dem renommierten Europäischen Kulturpreis 2026 für ihr Wirken als Sängerin, Produzentin und Botschafterin der europäischen Kultur ausgezeichnet. Überreicht wird ihr der Preis von ihrem Entdecker William Christie. Am 19. und 21. Juni singt Sonya Yoncheva mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Domingo Hindoyan erstmals die Rusalka. Es ist eine von zwei großen neuen Partien für die Sopranistin im Jahr 2026: Im September gibt sie ihr Rollendebüt in Spontinis La Vestale an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Im Dezember folgt an der Oper Zürich ihre erste szenische Manon Lescaut, nachdem sie die Partie 2021 bereits konzertant an der Staatsoper Hamburg gesungen hat.
Thracian Awards for Classical Music
Nur zwei Tage später, am 23. Juni, findet im Antiken Theater von Plowdiw in Bulgarien die erste Verleihung dieser neuen internationalen Auszeichnung statt, initiiert von Sonya Yoncheva und ihrer Produktionsfirma SY11. Zu den ersten Preisträgern zählen Anna Tomowa-Sintow, Jakub Józef Orliński und die Bayerische Staatsoper.
Bariton Étienne Dupuis in Dallas ausgezeichnet
Der kanadische Bariton Étienne Dupuis wurde von den Abonnenten der Dallas Opera zum Preisträger des „2025/26 Maria Callas Debut Artist of the Year Award“ gewählt, nachdem er dort ein herausragendes Hausdebüt als Rodrigo in Verdis „Don Carlo“ gegeben hatte. Der gefragte Verdi-Bariton kehrt in der Saison 2026727 unter anderem als Rodrigo an die Wiener Staatsoper zurück, wo er sowohl in der italienischen als auch in der französischen Fassung von Don Carlo zu erleben sein wird. Außerdem gibt er sein Rollendebüt als Michele in Il tabarro am Royal Opera House London und singt die Titelpartien in Macbeth in Wien und Lanaudière sowie Rigoletto in Montréal. An der Bayerischen Staatsoper übernimmt er in einer Neuproduktion von Death in Venice die Baritonpartien.
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