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Meldung vom 05.06.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

UA nach über 70 Jahren: Hans Winterbergs dritte Sinfonie

Konzert der Regensbuger Philharmoniker und GMD Stefan Veselka am 25. Juni 2026

Mit der 1955 vollendeten Symphonie III gelangt am 25. Juni in Regensburg ein bedeutendes Werk von Hans Winterberg posthum zur Uraufführung. Die Ausgabe sämtlicher Kompositionen Winterbergs setzt aktuell etliche Meilensteine, darunter Ersteinspielungen sowie die Komplettierung seiner Kammermusik-Notenedition. Hans Winterberg (1901–1991) wird erst seit wenigen Jahren als einer der wichtigsten Vertreter der tschechischen Avantgarde der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt. Als Schüler von Alexander Zemlinsky und Alois Hába steht er in der Nachfolge Janáčeks und ist zugleich dem weiteren Umfeld der Zweiten Wiener Schule zuzurechnen. Zu Lebzeiten aufgeführt, aber nicht verlegt, gerieten seine Werke nach seinem Tod durch tragische Umstände unter Verschluss und werden nun in einer Kooperation zwischen dem Exilarte Zentrum der Musikuniversität Wien und Boosey & Hawkes erstmals herausgegeben.

Uraufführung durch die Regensburger Philharmoniker

1952 war ein herausragendes Jahr für Winterberg, der 1947 aus seiner Heimatstadt Prag nach München übergesiedelt war. Als einziger Shoah-Überlebender der sogenannten Theresienstädter Komponisten konnte er sein Schaffen nach dem Krieg fortsetzen und erlebte Anfang der 1950er Jahre prominente Aufführungen, unter anderem durch die Münchner Philharmoniker. Nach dem großen Erfolg 1952 mit seiner während des Krieges entstandenen ergreifenden 2. Symphonie und dem 2. Klavierkonzert machte er sich an die Komposition seiner dritten Symphonie, die 1955 vollendet wurde, jedoch nie zur Aufführung kam. Mit der posthumen Uraufführung am 25. Juni werden die Regensburger Philharmoniker unter der Leitung ihres GMD Stefan Veselka das Werk, dessen Manuskript als Teil des Winterberg-Nachlasses im Sudetendeutschen Musikarchiv in Regensburg liegt, nach über 70 Jahren endlich aus seinem Dornröschenschlaf wecken.

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