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Meldung vom 23.11.2025

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Premiere am Aalto Musiktheater: "Cardillac"

Inszenierung von Guy Joosten - die musikalische Leitung hat Patrick Lange

Eine packende Krimi-Oper über Versuchung, Sucht, Gier und Künstlertum: Das Aalto Musiktheater Essen zeigt das selten aufgeführte Werk Cardillac von Paul Hindemith als nächste Premiere am Samstag, 06. Dezember 2025, um 19:00 Uhr. Für das Stück griffen der Komponist sowie der Librettist Ferdinand Lion auf E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Das Fräulein von Scuderi“ zurück, die einen Kriminalfall mit einer psychopathologischen Studie verbindet. Auf die Erzählerin Scuderi verzichtete Lion und rückte den Goldschmied Cardillac in das Zentrum der Opernhandlung: Cardillac fertigt wunderschöne Schmuckstücke an, die er nur widerwillig aus der Hand gibt. Nach dem Verkauf setzt er alles daran, seine wertvollen Schöpfungen zurückzubekommen – auch, wenn dafür Menschenleben geopfert werden müssen. Cardillacs Tochter wird von einem Offizier verehrt. Dieser wird auf das Treiben Cardillacs aufmerksam, weil der Goldschmied ihm zwar seine Tochter ohne Umschweife überlassen würde, er die Herausgabe eines Schmuckstücks für sie aber kaum ertragen kann. Ein Mordanschlag auf den Offizier scheitert, doch es kommt zu keiner Anklage des eigentlichen Täters Cardillac, stattdessen wird im zufällig auftauchenden Goldhändler der vermeintlich Schuldige gefunden. Schließlich aber gibt sich Cardillac vor der Menge als der wahre Mörder zu erkennen, das Volk richtet über sein Schicksal.

Erstfassung der Oper

Mit Cardillac kommt in Essen eine der wenigen abendfüllenden, aber dennoch kurzen Opern Hindemiths in der erfolgreichen Inszenierung von Guy Joosten (Arabella am Aalto-Theater, 2022) aus der Opera Vlaanderen Antwerpen (Premiere: 2019) auf die Bühne. Joosten verortet seine Inszenierung in der Entstehungszeit der Oper, den 1920er-Jahren, und setzt in seinem Zugriff auf Herausarbeitung der extremen Charaktere. Die Ausstattung von Katharina Nottrodt orientiert sich am Genre des Film Noir und schafft eindringliche Bilder. Unter der musikalischen Leitung von Patrick Lange erklingt in Essen die im Vergleich zur revidierten Version radikalere und packendere Erstfassung der Oper, die 1926 ihre Uraufführung erlebte. Hindemiths Musiksprache changiert zwischen Expressionismus, Neo-Barock, Neuer Sachlichkeit und Avantgarde, umgibt die Titelfigur mit den Klängen eines Saxofons und eröffnet ein breites musikalisches Spektrum zwischen intimen, kammermusikalischen Momenten und mächtigen Chor- und Orchesterpassagen.

Musikalische Leitung Patrick Lange | Inszenierung Guy Joosten |

Bühne und Kostüme Katrin Nottrodt | Licht Jürgen Kolb |

Choreinstudierung Bernhard Schneider

Dramaturgie Piet De Volder, Patricia Knebel

Dame Astrik Khanamiryan | Tochter Betsy Horne | Cardillac Heiko Trinsinger |

Goldhändler Magnus Piontek

Kavalier Aljoscha Lennert/Sam Furness | Führer Andrei Nicoara | Offizier Andreas Hermann

Opernchor des Aalto-Theaters | Statisterie des Aalto-Theaters | Essener Philharmoniker

Premiere Samstag, 06. Dezember 2025, 19:00 Uhr, Aalto-Theater

Weitere Vorstellungen 06.12., 13.12., 19.12.2025; 04.01., 07.01., 09.01., 15.01., 25.01.2026

Einführung jeweils 45 Minuten der Vorstellung

Einführungsmatinee Sonntag, 23. November 2025, 11:00 Uhr, Aalto-Theater

Öffentlicher Probenbesuch Freitag, 28. November 2025, 19:00 Uhr

It’s Teatime Freitag, 05. Dezember 2025, 16:30 Uhr, Aalto-Cafeteria

Karten (Premiere: € 17,00-80,00; weitere Vorstellungen: € 11,00-57,00) sind erhältlich im TicketCenter der TUP, II. Hagen 2 (Mo 10:00-16:00 Uhr; Di-Fr 10:00-17:00 Uhr; Sa 10:00-14:00 Uhr), an der Kasse des Aalto-Theaters, Opernplatz 10 (Di-Sa 13:00-18:00 Uhr), telefonisch unter 0201 81 22-200 sowie online unter www.theater-essen.de.

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