Joshua Weilerstein gedenken Midori und das Kölner Gürzenich Orchester am 31. Oktober um 20 Uhr in der Kölner Philharmonie der Millionen Flüchtlinge auf der Welt, die Kriege und Krisen derzeit täglich aus ihrer Heimat vertreiben. Im Zentrum steht an diesem sehr besonderen Abend, an dem nur Werke von geflüchteten Komponisten gespielt werden, Bartóks 2. Violinkonzert. ">

Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Meldung vom 03.10.2024

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Sonderkonzert "Fluchtpunkt" mit Midori in der Kölner Philharmonie

Darüber hinaus drei Konzerte in Wien und eine Asien-Tournee mit den Wiener Philharmonikern

Mit einem Sonderkonzert "Fluchtpunkt" unter Leitung von Joshua Weilerstein gedenken Midori und das Kölner Gürzenich Orchester am 31. Oktober um 20 Uhr in der Kölner Philharmonie der Millionen Flüchtlinge auf der Welt, die Kriege und Krisen derzeit täglich aus ihrer Heimat vertreiben. Im Zentrum steht an diesem sehr besonderen Abend, an dem nur Werke von geflüchteten Komponisten gespielt werden, Bartóks 2. Violinkonzert.

Ungewisse Zukunft

Es ist das Jahr 1938 – noch befindet sich der ungarische Komponist Béla Bartók nicht auf der Flucht. Doch schon bald wird er Europa verlassen müssen. Der Kontinent, soviel ist im Vorkriegsjahr schon deutlich wahrnehmbar, steht am Abgrund. Bartok spürt, wie ungewiss seine Zukunft sein wird. Er erhält den Auftrag, ein Violinkonzert zu komponieren, das – nach traditioneller Vorstellung seines Auftraggebers – aus drei kontrastierenden Sätzen bestehen soll. Doch Bartók schwebt etwas ganz anderes vor. Er schreibt mit seinem 2. Konzert für Violine und Orchester ein faszinierendes Werk auf Basis der Zwölftonreihe. Kunstvoll verleiht er dieser seinerzeit "gefürchteten" Kompositionstechnik einen derart romantischen Anklang, dass ihm auf geradezu mitreißende Weise eine Versöhnung gelingt - der "neuen" mit der "alten" Musik, die keinesfalls Gegensatzpaare sind, sondern zusammengehören, so wie das eine ohne das andere nicht entstanden wäre. Lange danach hält es auch ihn nicht mehr in seiner Heimat. Midori will die Wehmut des Abschieds, die diesem Konzert innewohnt, in der Kölner Philharmonie erlebbar machen. Darüber hinaus werden auch Werke von Pavel Haas oder Antonin Dvořák gespielt.

Konzerte mit den Wiener Philharmonikern und Asien-Tournee

Zuvor ist Midori in Wien gleich dreimal bei den Wiener Philharmonikern zu Gast. Zusammen präsentieren sie am 18. Oktober im Wiener Konzerthaus und am 19. und 20. Oktober im Musikverein Prokofjews 1. Violinkonzert unter der Leitung von Andris Nelsons. Mit diesem Programm gastiert Midori anschließend mit den Wiener Philharmonikern in Asien in Korea und Japan (23. Oktober Seoul, 8. November Nagoya, 12. & 15. November Tokio).

Gemeinnütziges Engagement

Im Zuge ihres gemeinnützigen Engagements und ihrer Organisation ICEP (MUSIC SHARING) ist Midori im Dezember in Bangladesh zu Gast. ICEP (International Community Engagement Program) ist ein Projekt von Midori für kulturellen und musikalischen Austausch, das musikalische Darbietungen in "Least Developed Countries" bringt. Bangladesh ist das bevölkerungsreichste dieser Gruppe.

Weitere Meldungen vom 03.10.2024

[03.10.2024] Essener Aufführung von Louise Bertins „Fausto“ ausgezeichnet

Fachmagazin „Opernwelt“ kürt die DEA am Aalto Musiktheater zur Wiederentdeckung des Jahres

[03.10.2024] Reich-Programm in der Elbphilharmonie Hamburg

Deutsche Erstaufführung des multidisziplinären Kunstwerks Reich/Richter

[03.10.2024] Sonderkonzert "Fluchtpunkt" mit Midori in der Kölner Philharmonie

Darüber hinaus drei Konzerte in Wien und eine Asien-Tournee mit den Wiener Philharmonikern

[03.10.2024] Wiener Staatsoper: Vorverkaufsstart für die Dezember-Vorstellungen

Christian Thielemann leitet Hans Pfitzners "Palestrina"

Anzeige

Weitere Meldungen der letzten 14 Tage

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige