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Meldung vom 22.09.2023

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Trauer um Stephen Gould

Die Opernwelt verliert einen großen Sänger und Menschen

Mit dem amerikanischen Tenor Stephen Gould hat am vergangenen Mittwoch, 20. September 2023, die internationale Opernwelt eine ihrer bedeutendsten Sängerpersönlichkeiten verloren. Die Semperoper verbindet mit Stephen Gould nicht nur einige ihrer herausragendsten Opern- und Konzertereignisse, sondern wird mit dem Sänger einen besonderen Kollegen vermissen. Dem Dresdner Publikum bleibt Stephen Gould unter anderem mit seinen Partien als Siegfried, Otello und Tannhäuser in lebendiger Erinnerung.

Der Intendant der Sächsischen Staatsoper, Peter Theiler: »Stephen war Dresden und der Semperoper stets eng verbunden, wir verlieren mit ihm einen der führenden Heldentenöre unserer Zeit und einen besonders liebenswerten Menschen. Ich spreche im Namen aller Kolleginnen und Kollegen unseres Hauses, dass die Nachricht vom Tod Stephen Goulds uns sehr berührt. Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.«

Stephen Gould ist Preisträger der Stiftung Semperoper – Förderstiftung, zuletzt sang er in der Semperoper die Partie des Waldemar in Schönbergs »Gurre-Liedern« unter der Musikalischen Leitung von Christian Thielemann.

Christian Thielemann, Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden: »Ich bin zutiefst betroffen von der Nachricht vom Tod Stephen Gould. Seit unserer ersten Zusammenarbeit 1997 an der Deutschen Oper Berlin bestand zwischen uns eine enge künstlerische Zusammenarbeit und freundschaftliche Verbindung, die uns bei allen großen Strauss- und Wagner-Partien auf den Bühnen der Welt, so auch an der Semperoper Dresden, zusammengeführt hat.«

Sir Donald Runnicles, Deutsche Oper Berlin:

„Die Nachricht vom Tode Stephen Goulds erfüllt mich mit Bestürzung und tiefer Trauer. Nicht nur an der Deutschen Oper Berlin, sondern auch in New York, San Francisco und Wien hatte ich immer wieder die Freude, mit diesem wunderbaren Künstler zusammenzuarbeiten. Seine Interpretationen der großen Wagner-Partien waren für mich Momente künstlerischer Erfüllung, weil seine Darstellungen des Siegfried, Tannhäuser und Tristan von einem zutiefst menschlichen Verständnis für das Leid dieser Figuren erfüllt waren. Sein Tristan hatte die Farben der tieftraurigen Melancholie, seinem Tannhäuser glaubte man sofort die innere Zerrissenheit. Kaum ein Jahr ist es her, dass Stephen Gould bei uns in dieser Partie auf der Bühne stand und die Erinnerung an diese Abende ist mir so gegenwärtig, dass mir die Nachricht von seinem Tod noch unfassbarer erscheint. Die Opernwelt verliert einen großen Sänger und Menschen.“

Intensive Zusammenarbeit seit 2004

Mit Stephen Gould verliert die Deutsche Oper Berlin einen Künstler, mit dem sie eine fast zwanzigjährige Zusammenarbeit verbindet. Neben den Bayreuther Festspielen und der Wiener Staatsoper war die Deutsche Oper Berlin in den letzten zwanzig Jahren eine der wichtigsten Wirkungsstätten des amerikanischen Heldentenors. Nach seinem Debüt am Haus 2004 in der Premiere von Korngolds Die tote Stadt präsentierte er hier vor allem die großen Wagner-Partien: Siegfried und Parsifal, Tannhäuser und Tristan, aber als einen seiner seltenen Ausflüge ins italienische Fach 2014 auch Canio in Leoncavallos Pagliacci. Nun ist Gould, der erst vor wenigen Wochen seinen Bühnenabschied bekannt gegeben hatte, im Alter von nur 61 Jahren verstorben.

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