Die Preisträger des Grand Prix Emanuel Feuermann stehen fest
Abschluss des Wettbewerbs mit den Preisträgerkonzerten
Die Preisträgerinnen und Preisträger des internationalen Cello-Wettbewerbs Grand Prix Emanuel Feuermann stehen fest. Die Jury aus renommierten Cellistinnen und Cellisten aus der ganzen Welt hat am Montagabend nach dem Finale im Haus des Rundfunks sieben Cellisten und Cellistinnen bekanntgegeben, die mit Auszeichnungen in einem Gesamtwert von über 40.000 € auf ihrer weiteren künstlerischen Laufbahn unterstützt werden. Das Abschlusskonzert mit Preisträgerverleihung fand am gestrigen Dienstag, 22.11., ebenfalls im Haus des Rundfunks statt.
Insgesamt acht Preise wurden beim Grand Prix Emanuel Feuermann mit einem Gesamtwert von über 40.000 € verliehen. Mit dem 15.000 € dotierten Hauptpreis Grand Prix Emanuel Feuermann wurde der aus Russland stammende Ivan Skanavi ausgezeichnet. Den 2. Preis im Wert von 10.000 € erhielt Christoph Heesch aus Deutschland und der 3. Preis im Wert von 5.000 € ging an Benett Tsai aus Australien.
Den Sonderpreis für die beste Interpretation des für den Wettbewerb komponierten Auftragswerks Aphorismen und Bagatellen von Jörg Widmann (Jg. 1973), das von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Viertelfinale vorgetragen wurde, erhielt der russische Cellist Ivan Skanavi. Der Sonderpreis für die beste Interpretation des im Semifinale präsentierten Divertimentos für Streichtrio von Wolfgang Amadeus Mozart ging an Keisuke Morita aus Japan. Für die beste Interpretation eines Cellokonzerts von Joseph Haydn wurde der Australier Benett Tsai mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.
Zusätzlich wurde der Musikpreis für Junge Talente an Jiayi Liu aus China vergeben. Zum Gewinner des Publikumspreises wurde am Montagabend Christoph Heesch von den dort anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörern des Finales auserkoren. Darüber hinaus hat die Jury zwei Ehrenurkunden für sehr gute Leistungen im Semifinale an Irena Josifoska aus Serbien und Johannes Gray aus den USA vergeben.
Berühmter Namensgeber des Wettbewerbs
Als Hommage an den großen Virtuosen Emanuel Feuermann, der mit musikalischer Leichtigkeit und seiner filigranen Spielweise den Weg des Violoncellos als Soloinstrument mit beförderte, und zu dessen Geburtstag fanden am Dienstag die zwei Preisträgerkonzerte statt: Emanuel Feuermann wäre am 22. November 2022 120 Jahre alt geworden. Vormittags um 11 Uhr erklang im Joseph-Joachim-Konzertsaal der Universität der Künste Kammermusikwerke für Violoncello und Klavier von Robert Schumann, Ludwig van Beethoven, Henri Dutilleux, Francis Poulenc und Jérôme Ducros sowie Mozarts Divertimento Es-Dur für Streichtrio mit Mitgliedern des Boccherini-Trios. Am Abend um 19 Uhr kam der Grand Prix Emanuel Feuermann 2022 zu seinem feierlichen Abschluss mit Konzert und Preisvergabe im Haus des Rundfunks. Die drei Hauptpreisträger spielten gemeinsam mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Leitung von Joseph Bastian sowie mit der Kammerphilharmonie Metamorphosen Berlin Cellokonzerte von Joseph Haydn, Dmitri Shostakovich und Robert Schumann sowie die Auftragskomposition des Wettbewerbs von Jörg Widmann.
Einen Eindruck Emanuel Feuermanns gibt es unter:
https://www.youtube.com/results?search_query=Emanuel+Feuermann
Weitere Meldungen vom 23.11.2022
- [23.11.2022] Die Preisträger des Grand Prix Emanuel Feuermann stehen fest
-
Abschluss des Wettbewerbs mit den Preisträgerkonzerten
- [23.11.2022] Konzert zum 1. Advent mit Klarinettist Daniel Ottensamer
-
Mendelssohn Kammerorchester Leipzig in der Philharmonie Essen zu Gast
- [23.11.2022] Michael Hampe verstorben
-
Die Oper Köln trauert um ihren langjährigen Intendanten
- [23.11.2022] Münchner Rundfunkorchester mit Zemlinskys "Florentinische Tragödie"
-
Oper in einem Aufzug im Prinzregententheater konzertant
