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Meldung vom 22.05.2022

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Die Staatsoper Stuttgart in der Saison 2022/23

Vollendung von Wagners "Ring des Nibelungen" mit "Siegfried" und "Götterdämmerung"

Die Staatsoper Stuttgart lässt in der kommenden Spielzeit weiter verschiedene Welten und Leidenschaften aufeinander treffen und begibt sich auf eine Reise durch die Stadt: Im Rahmen der gemeinsamen Pressekonferenz der Staatstheater Stuttgart am 20. Mai 2022, gaben Opernintendant Viktor Schoner, Chefdramaturg Ingo Gerlach und die Leiterin der Jungen Oper im Nord Elena Tzavara das Opernprogramm der Saison 2022/23 bekannt. Als eine der zentralen Neuproduktionen wird Olivier Messiaens Oper Saint François d'Assise als musikalische Prozession im Stadtraum erlebbar gemacht. Die Junge Oper feiert 25-jähriges Jubiläum und zeigt Der Räuber Hotzenplotz als Uraufführung im Opernhaus. Zudem erlebt Der Klang der Offenbarung des Göttlichen in der Regie von Ragnar Kjartansson und komponiert vom isländischen Post-Rock-Musiker Kjartan Sveinsson seine Stuttgart-Premiere.

Neuproduktionen und Abschluss von Der Ring des Nibelungen

Zur Saisoneröffnung kehrt Punk-Ikone Schorsch Kamerun nach Stuttgart zurück und präsentiert gemeinsam mit dem Staatsorchester Stuttgart, Cornelius Meister am Klavier und der Rapperin Ebow die Konzert-Gala Come together mit eigenen Songs sowie Werken von Beethoven, Messiaen, Mozart und Schubert. Die musikalische Leitung übernimmt die junge, italienisch-türkische Dirigentin Nil Venditti.

Messiaen im Zentrum

Ein inhaltliches Zentrum der neuen Spielzeit bildet die Premiere von Olivier Messiaens Saint François d'Assise in einer Inszenierung von Anna-Sophie Mahler. Die acht Bilder des Werkes werden unter der musikalischen Leitung von Titus Engel an verschiedenen Orten in der Stadt präsentiert: im und vor dem Opernhaus, im Stuttgarter Schlossgarten sowie am Höhenpark Killesberg und der dortigen Freilichtbühne. Michael Mayes übernimmt die Rolle des Saint François, Beate Ritter verkörpert den Engel, Moritz Kallenberg den Aussätzigen. Neben dem Staatsorchester ist auch der Staatsopernchor mit dieser monumentalen Partitur zu erleben.

Ur- und Erstaufführung und Junge Oper

Eine Uraufführung bietet eine Kooperation mit der Jungen Oper im Nord: Die künstlerische Leiterin Elena Tzavara inszeniert im Opernhaus Der Räuber Hotzenplotz. Zu Otfried Preußlers 100. Geburtstag hat der Komponist Andreas Schilling die bekannte Geschichte für das Ensemble der Staatsoper Stuttgart als Singspiel konzipiert. Franz Hawlata übernimmt die Rolle des Hotzenplotz, Maria Theresa Ullrich ist die Großmutter, Elliott Carlton Hines Kasperl und Dominic Große Seppel.

Zum ersten Mal in Stuttgart zu erleben ist Der Klang der Offenbarung des Göttlichen – eine „Oper in vier Teilen“, die 2014 an der Berliner Volksbühne ihre Uraufführung feierte. Für Regie und Bühne zeichnet der Künstler Ragnar Kjartansson verantwortlich, der bereits im Kunstmuseum Stuttgart mit der Ausstellung Scheize, Liebe, Sehnsucht zu Gast war. Die Musik stammt von dem isländische Komponisten Kjartan Sveinsson, Gründungsmitglied der bekannten Rockband Sigur Rós. Bei Der Klang der Offenbarung des Göttlichen handelt es sich um eine Art Sinfonie mit Tableaux vivants für großes Orchester und Chor.

Abschluss des «Ring»

Richard Wagners Ring des Nibelungen unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Cornelius Meister kommt in der Saison 2022/23 zum Abschluss und wird im Oktober 2022 mit Siegfried fortgesetzt. Die Inszenierung von Jossi Wieler und Sergio Morabito aus dem Jahr 1999 wird von dem Regieteam persönlich in Stuttgart neu einstudiert. Der Multiperspektivität des aktuellen Rings fügt die Produktion damit auch eine zeitliche Perspektive hinzu. Die musikalische Leitung übernimmt Cornelius Meister, die Besetzung umfasst u.a. Daniel Brenna als Siegfried sowie die Ensemblemitglieder Matthias Klink (Mime), David Steffens (Fafner) und Simone Schneider (Brünnhilde), die allesamt in diesen Rollen debütieren.

Den Abschluss der Tetralogie bildet Marco Štormans Neuinszenierung der Götterdämmerung im Januar 2023. Daniel Kirch ist als Siegfried, Christiane Libor als Brünnhilde zu erleben. Patrick Zielke übernimmt sowohl die Rolle des Hagen als auch die des Alberich. Die weiteren Rollen übernehmen u.a. die Ensemblemitglieder Shigeo Ishino (Gunter), Esther Dierkes (Gutrune) und Stine Marie Fischer (Waltraute). Ebenfalls beteiligt ist der Staatsopernchor. Der gesamte Ring wird anschließend im März und April jeweils als Zyklus aufgeführt.

Donizetti-Dauerbrenner

Die langjährige Spielleiterin der Staatsoper Stuttgart und RING AWARD-Gewinnerin Anika Rutkofsky inszeniert zu Saisonbeginn L’elisir d’amore von Gaetano Donizetti. Mit Ausnahme von Dulcamara (verkörpert von Giulio Mastrototaro) werden alle Rollen aus dem Ensemble und dem Internationalen Opernstudio besetzt, darunter Claudia Muschio als Adina sowie Kai Kluge als Nemorino. Es singt der Staatsopernchor Stuttgart. Die musikalische Leitung übernimmt Michele Spotti.

Die ursprünglich für Anfang 2021 geplante Inszenierung von Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion durch Ulrich Rasche feiert am Palmsonntag Premiere. Der Barock-Spezialist Diego Fasolis übernimmt die musikalische Leitung, Ensemblemitglied Moritz Kallenberg singt als Evangelist. In den weiteren Partien sind u.a. Shigeo Ishino (Jesus), und Andreas Wolf (Petrus/Pilatus) zu erleben. Eine zentrale Rolle wird außerdem der Staatsopernchor spielen.

Opern im Repertoire

Aus dem Repertoire kehren in der Spielzeit 2022/23 Jossi Wielers und Sergio Morabitos Inszenierung von Katja Kabanova, Carmen alternierend mit den Ensemblemitgliedern Rachael Wilson und Stine Marie Fischer in der Hauptrolle und unter der musikalischen Leitung von Julia Jones, La Cenerentola mit Diana Haller als Angelina, Falstaff unter der musikalischen Leitung von Friedrich Haider sowie Das Lied von der Erde in der Inszenierung von David Herrmann auf die Bühne zurück. Im Spielplan bleiben Platée, Le nozze di Figaro, Werther, Tosca, Don Giovanni und Il barbiere di Siviglia. Cornelius Meister übernimmt außerdem die musikalische Leitung der Wiederaufnahmen von Rusalka und Hänsel und Gretel.

„Sechzehn Jahre ist es her, dass ich hier an der Staatsoper Stuttgart im Orchestergraben das erste Mal dirigiert habe. Das Werk damals: Hänsel und Gretel. Es ist mir ein besonderes Herzensanliegen, dass ich nun eine Brücke schlagen kann, zwischen meinen ersten Eindrücken damals und den jetzigen Möglichkeiten. Mit dem Ensemble der Staatsoper, jeder einzelnen Sängerin und jedem einzelnen Sänger, viele Stunden an den Partien zu arbeiten liegt mir ganz besonders am Herzen. Daher ist es mir wichtig, nicht nur Premieren zu dirigieren, sondern auch das Repertoire“, äußerte sich Generalmusikdirektor Cornelius Meister in einem Videostatement.

Weitere Informationen unter www.staatsoper-stuttgart.de

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