2025 feiert Daniel Harding seinen 50. Geburtstag. Der am 31. August 1975 in Oxford geborene britische Dirigent kann als Selfmademan bezeichnet werden: Im Alter von 17 Jahren organisierte und leitete er eine Aufführung von Arnold Schönbergs Pierrot Lunaire. Den Mitschnitt der Aufführung sandte er an Sir Simon Rattle in Birmingham. Dieser war von der Aufnahme so beeindruckt, dass er Harding für ein Jahr (1993/94) als seinen Assistenten beim City of Birmingham Symphony Orchestra engagierte. Im Anschluss an dieses Assistenzjahr besuchte Harding die Universität Cambridge, aber bereits ein Jahr nach Studienbeginn ernannte ihn Claudio Abbado zu seinem Assistenten bei den Berliner Philharmonikern. Von da an ging seine Dirigentenkarriere steil nach oben: 1997 bis 2000 war Harding Chefdirigent des Sinfonieorchesters Trondheim, 1999 bis 2003 leitete er die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Anschließend wurde er Musikdirektor des Mahler Chamber Orchestra. 2004 wurde Harding zum Principal Guest Conductor des London Symphony Orchestra ab 2006 ernannt. 2005 dirigierte er an der Mailänder Scala Idomeneo zur Eröffnung der Spielzeit als Einspringer für Ricardo Muti, der kurz zuvor als Chefdirigent der Scala zurückgetreten war, im gleichen Jahr Così fan tutte beim Aix-en-Provence-Festival. Seit der Spielzeit 2007/08 ist er Chefdirigent des Schwedischen Radiosinfonieorchesters. Seitdem dirigierte Daniel Harding viele namhafte Orchester in ganz Europa wie das London Symphony Orchestra, das Concertgebouw Orkest Amsterdam, die Staatskapelle Dresden, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Wiener Philharmoniker, war Gast bei den Salzburger Festspielen und spielte zusammen mit Stars Lang Lang, Hélène Grimaud, Renée Felming, Midori, Viktoria Mullova u.a. Harding legte zahlreiche CD-Einspielungen vor, hauptsächlich für Virgin Classics und EMI.
»Daniel Harding: Biographie und Einspielungen«
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