Auszeichnung und neue Position für Salome Kammer
Die vielseitige Künstlerin wurde zur ersten Direktorin der Bayerischen Akademie der Schönen Künste gewählt
Salome Kammer ist neue Direktorin der Abteilung Musik der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. In der Nachfolge von Nikolaus Brass, Direktor der Abteilung Musik von 2021 bis 2024, hat die Musikabteilung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste die Stimmsolistin, Schauspielerin, Sängerin und Cellistin Salome Kammer als neue Direktorin der Abteilung gewählt. Damit ist sie die erste Frau in der 76-jährigen Geschichte der Akademie, die dieses Amt bekleidet. Außerdem erhält Salome Kammer am 16. Juli den Musikpreis der Stadt München 2024.
Musikpreis der Stadt München 2024
Salome Kammer wird für ihr herausragendes Schaffen mit dem Musikpreis der Landeshauptstadt München 2024 ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Musikpreis wird alle drei Jahre an eine Persönlichkeit verliehen, die der Musikstadt München Geltung und Ansehen verschafft.
Aus der Jurybegründung:
Als Cellistin und Schauspielerin hat Salome Kammer ihre Karriere begonnen. Heute ist sie eine der außergewöhnlichsten und vielseitigsten Stimmkünstlerinnen, eine einzigartige Mehrfachbegabung und besondere Musikerpersönlichkeit, die seit 1988 in München lebt, aber mit ihrem Wirken weit über die Grenzen der Stadt hinaus strahlt und präsent ist. Ihr Repertoire umfasst Gegenwartsmusik, virtuose Stimmexperimente, klassisches Melodrama, Liederabende, Dada-Lyrik und Broadwaysongs. Mal singt sie Beipackzettel und Gebrauchsanweisungen mit lustvollem Witz, tourt mit musikalischem Kabarett auf deutschen Kleinkunstbühnen, dann wieder vertieft sie sich in die seelischen Abgründe und musikalischen Herausforderungen eines Kurtág-Liedes oder in die Solopartie eines neuen Musiktheaters. Viele Werke von international renommierten Komponistinnen und Komponisten wie u.a. von Isabel Mundry, Bernhard Lang, Wolfgang Rihm oder Georges Aperghis hat Salome Kammer uraufgeführt und bereits im Entstehungsprozess mitentwickelt. Die künstlerische Spannbreite zwischen Komik und Ernst ist enorm und macht sie zu einer einzigartigen Interpretin. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentieren ihr Schaffen.
Engagierte Dozentin
Ihr Können gibt sie seit einigen Jahren mit leidenschaftlicher Vermittlungsgabe auch an nachfolgende Generationen weiter. Salome Kammer unterrichtete von 2004 bis 2023 Neue Musik für Gesang an der Münchner Musikhochschule. Auch die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen ist ihr ein großes Anliegen. Mehrfach war sie schon in Projekte von JU[MB]LE, dem Jugendensemble für Neue Musik Bayern, involviert und gestaltet das aktuelle Schumann-Programm der Kindersinfoniker.
Mit München verbindet Salome Kammer eine sehr enge und auch emotionale Beziehung. Die Dreharbeiten zu Edgar Reitz‘ Filmepos Die zweite Heimat, in dem sie die Rolle der Cellistin Larissa Lichtblau spielt, führten sie in die bayerische Landeshauptstadt, die in diesem Zuge nicht nur Lebens- und Arbeitsmittelpunkt wurde, sondern auch wegweisend war für ihre weitere künstlerische Entwicklung als Sängerin und Stimmkünstlerin. In Heimat 3, das 2004 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig uraufgeführt und im Anschluss von der ARD ausgestrahlt wurde, zeigte Salome Kammer erneut in der Larissa-Rolle alle Facetten ihres Könnens.
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