Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Meldung vom 12.04.2024

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Deutschsprachige Klassiker an der Griechischen Nationaloper

Thomas Bernhards Roman "Der Untergeher" als Musiktheater und Brecht-Weills "Mahagonny"

Gleich zwei deutschsprachige Klassiker stehen diese Woche im Rampenlicht der Griechischen Nationaloper: Ektoras Lygizos hat Thomas Bernhards Roman „Der Untergeher“ in ein faszinierendes neues Musiktheaterstück verwandelt, das gestern auf der Alternative Stage seine Premiere erlebte. Heute erwartet das Publikum die spannende Neuinszenierung des Opernklassikers von Kurt Weill und Berthold Brecht, dirigiert von Miltos Logiadis und inszeniert von Yannis Houvardas, in der Stavros Niarchos Hall der Griechischen Nationaloper Athen. Die satirische Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ basiert auf der pointierten politischen Sprache Bertolt Brechts und der expressionistischen Musik des deutschen und später US-amerikanischen Komponisten Kurt Weill. Das Werk beschreibt den Aufstieg und Fall einer Stadt, die für Profit und Vergnügen gebaut wurde, und ist eine Kritik des kapitalistischen Systems, aus der ideologischen Perspektive der Weimarer Republik. Weill komponierte für diese Oper einige seiner bekanntesten Lieder, darunter den „Alabama Song" und den „Benares Song", die später von weltberühmten Interpreten - von Lotte Lenya über The Doors bis zu David Bowie – gesungen und losgelöst von der Oper neuinterpretiert wurden. Vor dem Hintergrund des im frühen 20. Jahrhunderts üblichen Dialogs zwischen klassischer und kommerzieller Musik, experimentierte auch Kurt Weill mit verschiedenen Genres wie Jazz und Ragtime, was sich ebenso in diesem Werk zeigt. Ein Erfolgstück - immer noch aktuell Auch ein Jahrhundert später ist „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ im Anbetracht von globalen Krisen, Inflation und wieder aufstrebendem Rechtspopulismus immer noch erschrecken aktuell. Heute ist die Oper von Weill und Brecht weltweit eines der beliebtesten Stücke des 20. Jahrhunderts und gehört zum festen Bestandteil des Repertoires der führenden Opernhäuser und Opernfestivals auf der ganzen Welt. Die Griechische Nationaloper hat den renommierten griechischen Theaterregisseur und ehemaligen künstlerischen Leiter des Griechischen Nationaltheaters, Yannis Houvardas, für die Leitung dieser neuen Produktion ausgewählt. Nach dem großen Erfolg seiner Inszenierung von Janáčeks „Die Makropulos-Affäre“ im Jahr 2018 kehrt Houvardas an die Griechische Nationaloper zurück, um die „goldene Stadt unserer Träume, die zu Staub zerfällt und vor unseren Augen ausgelöscht wird", in einer politischen Lesart mit Momenten der „Verzweiflung und Verbitterung" zu präsentieren. An seiner Seite hat Eva Manidaki das Bühnenbild, Ioanna Tsami die Kostüme, Amalia Bennett die Choreografie, Reinhard Traub die Beleuchtung und Pantelis Makkas die Videoprojektionen entworfen. Emily Louizou fungiert als stellvertretende Regisseurin und Erie Kyrgia als stellvertretende Dramaturgin. Die Produktion steht unter der Leitung des renommierten Dirigenten Miltos Logiadis und wird von berühmten griechischen Solisten wie Anna Agathonos, Christos Kechris, Tassos Apostolou, Marissia Papalexiou, Vassilis Kavayas, Yannis Kalyvas, Haris Andrianos, Yanni Yannissis und anderen geleitet.

Weitere Meldungen vom 12.04.2024

[12.04.2024] Deutschsprachige Klassiker an der Griechischen Nationaloper

Thomas Bernhards Roman "Der Untergeher" als Musiktheater und Brecht-Weills "Mahagonny"

[12.04.2024] David Moliner debütiert in der Berliner Philharmonie

J.S. Bach-Transkriptionen und 7 Marimba-Premieren

[12.04.2024] Dirigierkurs mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz

Teilnehmer sind drei Talente des Forum Dirigieren des Deutschen Musikrates

[12.04.2024] Ode an Beethoven: ARTE feiert mit Europa die Neunte Sinfonie

Die UA der Neunten jährt sich am 7. Mai 2024 zum 200. Mal

Anzeige

Weitere Meldungen der letzten 14 Tage

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige