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Meldung vom 26.11.2023

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Premiere von Donizettis "Anna Bolena" an der Deutschen Oper Berlin

Enrique Mazzola dirigiert die Neuproduktion in der Regie von David Alden am 15. Dezember um 19 Uhr

Mit der Uraufführung von Anna Bolena schlug Gaetano Donizetti am 26. Dezember 1830 ein neues Kapitel der Operngeschichte auf: Während sich die Oper bis dahin kaum um historische Wahrheit ihrer Stoffe kümmerte, brachten Donizetti und sein Librettist Felice Romani die tragische Geschichte der zweiten Ehefrau Heinrichs VIII. weitgehend getreu den überlieferten Fakten auf die Opernbühne. Damit markiert Donizettis 35. Oper den Beginn des Historiendramas im Musiktheater – einer Gattung, die von Meyerbeer über Verdi bis hin zu John Adams immer wieder Komponisten fasziniert hat.

Zugleich ist Anna Bolena aber auch eines der ersten Meisterwerke der romantischen Oper: Mit diesem Werk emanzipierte sich Donizetti endgültig vom virtuos-instrumentalen Belcanto in der Nachfolge Rossinis und schuf eine Musik, die sich ganz in den Dienst des dramatischen Effekts stellt. Bei allen gesanglichen Anforderungen vor allem an die vier Hauptpartien fesselt an Anna Bolena bis heute die dramatische Konsequenz, mit der Donizetti und Romani Szene für Szene die Tragödie über den Justizmord an der jungen Königin entwickeln.

Unterschätzes Drama

Diese musikdramatische Meisterschaft Donizettis wird bis heute oft auch deshalb unterschätzt, weil Anna Bolena zusammen mit den beiden anderen Teilen von Donizettis Tudor-Trilogie, Maria Stuarda und Roberto Devereux, primär als Vehikel für die Gesangskunst großer Operndiven genutzt wurde. An der Deutschen Oper Berlin werden die beiden weiblichen Hauptpartien hingegen von zwei jungen Sängerinnen verkörpert, die zwar schon eine internationale Karriere im Belcanto-Fach begonnen haben, aber altersmäßig ihren historischen Rollenvorbildern, den englischen Königinnen Anne Boleyn und Jane Seymour, entsprechen. In der Produktion des New Yorker Meisterregisseurs David Alden, die die Deutsche Oper Berlin von der Oper Zürich übernommen hat, sind die italienische Sopranistin Francesca Lombardi als Anna und die russische Mezzosopranistin Vasilisa Berzhanskaya als Giovanna zu erleben – beide Sängerinnen haben ihre Karriere übrigens an der Deutschen Oper Berlin begonnen.

Ihnen zur Seite steht der junge italienische Bass Riccardo Fassi als Enrico, der in Berlin zuletzt in Rossinis Semiramide im Haus der Berliner Festspiele zu erleben war, sowie der Tenor René Barbera als Percy. Es dirigiert der Erste Gastdirigent der Deutschen Oper Berlin, Enrique Mazzola, der am Haus erst im Juni einen großen Erfolg mit den konzertanten Aufführungen von Massenets Herodiade feiern konnte und mit dem Orchester zuvor bereits vielbeachtete Meyerbeer-Interpretationen erarbeitet hatte.

Deutsche Oper Berlin

Gaetano Donizetti: Anna Bolena

in ital. Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Regie: David Alden

Musikalische Leitung Enrique Mazzola

Premiere am 15. Dezember 2023

Weitere Vorstellungen: 19., 22. und 26. Dezember sowie 11., 16. und 19. März 2024.

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[09.04.2026] Mirga Gražinytė-Tyla debütiert bei den Berliner Philharmonikern

Konzerte mit Pianist Emanuel Ax am 16. und 18. April 2026

Mit Mieczysław Weinbergs Burattino und das goldene Schlüsselchen: Orchestersuite Nr. 4 op. 55d und Auszügen aus Sergej Prokofjews Romeo und Julia op. 64 wird Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla in den Konzerten vom 16. bis 18. April erstmalig am Pult der Berliner Philharmoniker stehen. Das Programm wird von John Williams‘ Konzert für Klavier und Orchester ergänzt, mit Emanuel Ax als Solist.

[09.04.2026] Marco Medved zum neuen Chordirektor der Deutschen Oper Berlin berufen

Er wird sein Amt im August 2026 als Nachfolger von Jeremy Bines antreten

Marco Medved hat die Berufung zum neuen Chordirektor der Deutschen Oper Berlin angenommen hat und wird sein Amt im August 2026 als Nachfolger von Jeremy Bines antreten. Der Mailänder Marco Medved genoss am Konservatorium Giuseppe Verdi eine exzellente Ausbildung in Klavier, Komposition, Chor- und Orchesterleitung, die er mit Auszeichnung abschloss. Seither verfügt er nach Leitungspositionen bei den Tiroler Festspielen Erl, beim National Centre for Performing Arts in Peking, den Festspielen Südtirol von Toblach, den Opern in Köln und Bonn und zuletzt am Teatro Petruzzelli in Bari über breit gefächerte Erfahrungen als Chordirektor im Opernbetrieb.

[09.04.2026] Neue Intendantin für die Salzburger Festspiele

Theatermanagerin Karin Bergmann folgt auf Markus Hinterhäuser

Nachdem Intendant Markus Hinterhäuser nach wochelangem Streit mit dem Festspielkuratorium sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt hatte, übernimmt die Theatermanagerin Karin Bergmann vorläufig bis 2027 die künstlerische Leitung der Salzburger Festspiele. Die 1953 in Recklnghausen geborene Kulturmanagerin ist eine gute Wahl und bringt reichlich Erfahrung mit. Von 20214 bis 2019 leitete sie als erste Frau erfolgreich das Wiener Burgtheater und war als Schauspielchefin der Salzburger Festspiele im Gespräch.

[09.04.2026] SWR Jazzpreis 2026 an Pianistin Olga Reznichenko

Ältester deutscher Jazz-Preis, zum 46. Mal verliehen

Der gemeinsam vom Land Rheinland-Pfalz und dem Südwestrundfunk vergebene SWR Jazzpreis geht 2026 an die Pianistin Olga Reznichenko. Die Preisvergabe findet am 31. Oktober 2026 im Rahmen des Festivals Enjoy Jazz im BASF Gesellschaftshaus in Ludwigshafen statt. In der Jurybegründung heißt es: „Bewegung! Das scheint ein Credo von Olga Reznichenko zu sein. Extrem aktiv und extrem vielseitig gestaltet die Pianistin den Sound des aktuellen Jazz aus Deutschland maßgeblich mit. O.R.T. heißt ihr langjähriges Trio (mit Lorenz Heigenhuber und Maximilian Stadtfeld), man kann sie aber darüber hinaus auch an sehr vielen anderen musikalischen Orten treffen.

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