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Meldung vom 21.05.2022

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Die Spielzeit 2022/23 an der Oper Genf

Thema der Saison "Welten auf Wanderschaft"

Die Spielzeit am Grand Théâtre de Genève (GTG) 2022-23 beginnt mit einem dem Komponisten Fromental Halévy gewidmeten Diptychon. Den Auftakt bildet sein Meisterwerk La Juive (15. bis 28. September 2022), das die Themen religiöse Intoleranz und Fanatismus anspricht. David Alden inszeniert, mit ihm kehren Dirigent Marc Minkowski, Ruzan Mantashyan in der Titelrolle der Rachel und der Tenor John Osborn, der in der großen Rolle des Eleazar debütiert, nach Genf zurück. L'Éclair, eine selten aufgeführte Oper von Halévy (18. September 2022), die parallel zu La Juive komponiert wurde, vervollständigt diesen Ausflug. Guillaume Tourniaire, ein Experte der französischen romantischen Musik, dirigiert an diesem einzigartigen Konzertabend das Orchestre de Chambre de Genève und vier Solisten.

Mit der Tragödie Katja Kabanova (21. Oktober bis 1. November 2022) setzt das Grand Théâtre de Genève die Erkundung der Opern des großen tschechischen Komponisten Leoš Janáček fort. Die Musik von atemberaubender Schönheit und Modernität wird vom Orchestre de la Suisse Romande unter der Leitung von Tomáš Netopil, Erster Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie, befeuert. Nach Jenůfa kreiert Regisseurin Tatjana Gürbaca mit der Sopranistin Corinne Winters wieder ein tragisches Frauenporträt.

Fortsetzung der Monteverdi- und Donizetti-Opern

Seit dem Beginn ihrer Zusammenarbeit in Claudio Monteverdis L'Orfeo im Jahr 2016 lässt der Mythos des Orpheus Rolando Villazón, Christina Pluhar und ihr berühmtes Ensemble L'Arpeggiata nicht mehr los. In Fortsetzung der mit Lamenta begonnenen Arbeit werden sie Monteverdis Il Combattimento — Les amours impossibles (6. und 7. November 2022) in der Energie von Tanz und Musik erforschen, Werkzeuge, die sowohl irdisch als auch transzendent sind. Das Gastspiel wird von dem Duo Rosalba Torres Guerrero und Koen Augustijnen choreografiert.

Ein weiterer Zyklus in dieser Saison: Mariame Clément und Julia Hansen führen uns in Gaetano Donizettis Maria Stuarda (17. bis 29. Dezember 2022) erneut durch die Fantasiewelt, deren Aufbau sie in der letzten Saison mit Anna Bolena begonnen haben. In diesem zweiten Teil von Donizettis Trilogie um die Tudor-Königinnen gibt es ein Wiedersehen mit Elsa Dreisig, diesmal als Elisabeth von England, an der Seite von Stéphanie d'Oustrac als Rivalin, hier in der Rolle ihrer Großcousine Maria Stuart. Das Orchestre de la Suisse Romande wird von Maestro Stefano Montanari geleitet, der eine wahre Rhetorik des Belcanto offenbaren wird.

Michael Thalheimer inszeniert «Parsifal»

In Richard Wagners Parsifal (25. Januar bis 5. Februar 2023) erscheint dem Regisseur Michael Thalheimer die prekäre Situation der Gralsgemeinschaft weder verzweifelt noch ausweglos, obwohl sie alle Zeichen des Verfalls in sich trägt. Mit seinem zugleich expressiven und minimalistischen Stil interpretiert Thalheimer dieses «heilige Bühnenfestspiel» als den Abschied von der Welt. Jonathan Nott an der Spitze seines Orchestre de la Suisse Romande wird den Stoff dieses Meisterwerks mit Hilfe der großen Wagner-Solisten Tanja Ariane Baumgartner, Daniel Johansson und Christopher Maltman darbieten.

Es folgt eine Reise nach Ithaka mit Monteverdis Il ritorno d'Ulisse in patria (27. Februar bis 7. März 2023), mit dem berühmten belgische Theaterkollektiv FC Bergmann, das so verrückt ist, sich mit der Odysee zu messen. Die musikalische Leitung hat Fabio Biondi, diesmal mit seinem Ensemble Europa Galante. An der Spitze dieser

Besetzung stehen der charismatische englische Tenor Mark Padmore in der Titelrolle und die funkelnde Sara Mingardo als Penelope.

Uraufführung von «Reise der Hoffnung»

In Reise der Hoffnung des deutschen Komponisten Christian Jost (28. März bis 4. April 2023), eine ursprünglich für 2020 geplante Welturaufführung, die auf dem gleichnamigen Film des Schweizer Filmemachers Xavier Koller basiert, wird die Geschichte einer kurdischen Familie erzählt, die ihr Land und ihre Angehörigen verlässt, um ins Paradies zu gelangen: die Schweiz. Wer wäre für die Inszenierung dieser neuen Oper besser geeignet als der ungarische Regisseur und Theatermann Kornél Mundruczó, der bereits mit den Produktionen von Der Fall Makropoulos (2020) und Sleepless (2022) am GTG zu sehen war. Gabriel Felz dirigiert Christian Josts Musik für diese an kraftvollen Rhythmen und großen Emotionen reiche Fahrt in die Verzweiflung an der Spitze einer massgeschneiderten Besetzung, darunter der türkische Bariton Kartal Karagedik und die Mezzosopranistin Rihab Chaieb, eine Kanadierin tunesischer Abstammung.

Mit Lady Macbeth von Mzensk von Dmitri Schostakowitsch (30. April bis 9. Mai 2023), einem Komponisten, den das stalinistische Regime 1938 erbarmungslos verurteilte, geht es ins Exil in ein sibirisches Lager. Mit diesem «apokalyptischen Thriller über eine Liebe in einem postkapitalistischen System» setzt Calixto Bieito seinen Zyklus russischer Opern fort, der auf nahezu schockierende Weise an die aktuelle Situation in Russland erinnert. Die Sopranistin Aušrinė Stundytė übernimmt wie schon in dieser Produktion 2014 in Antwerpen und später in Paris in Krystof Warlikowskis Inszenierung die Titelrolle.

Verdi-Oper zum Saison-Ende

Die brasilianische Regisseurin, Filmemacherin und Autorin Christiane Jatahy, die 2022 auf der Biennale von Venedig den Goldenen Löwen für ihr gesamtes Theaterschaffen erhielt, wird in Nabucco von Giuseppe Verdi (11. bis 29. Juni 2023) den Widerstand des jüdischen Volkes in Babylon inszenieren. Maestro Antonino Fogliani wird das Orchestre de la Suisse Romande und eine Besetzung mit außergewöhnlichen Sängern dirigieren, darunter Nicola Alaimo, Saioa Hernandez und Riccardo Zanellato, ein starkes Trio in den Hauptrolle.

Neuer Ballettdirektor

Die Spielzeit 2022/23 ist geprägt von der Ankunft von Sidi Larbi Cheerkoui an der Spitze des Balletts des Grand Théâtre. In seiner ersten Saison wird der belgische Choreograf mit vier Stücken vertreten sein. Auch sein langjähriger Kollege und künstlerischer Freund Damien Jalet, assoziierter Künstler am Ballett des Grand Théâtere, wird in der Saison 2022/23 mit zwei emblematischen Stücken vertreten sein. Weitere Informationen unter

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